12.03.2022 06:01 |

Neon-Produktion steht

Krieg in der Ukraine könnte Chipkrise verschärfen

Die Halbleiter-Krise könnte sich noch weiter verschärfen: Zwei ukrainische Firmen haben die Produktion des für die Herstellung von Chips wichtigen Neons nach dem russischen Angriff auf ihr Land eingestellt.

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Zwischen 45 und 54 Prozent der weltweiten Produktion des Gases, das bei der Herstellung der Halbleiter benötigt wird, stammen nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters von den ukrainischen Firmen Ingas und Cryoin.

Die beiden Unternehmen haben Sprechern zufolge ihre Tätigkeit nach Beginn der russischen Offensive beendet. Ingas hat seinen Sitz in der besonders umkämpften Stadt Mariupol und produzierte nach eigenen Angaben auch für Firmen in Deutschland.

Chip-Nachschub fehlt schon länger
Dabei gab es im Zuge der Coronakrise bereits Probleme bei der Versorgung der Unternehmen mit Chips, die unter anderem in Mobiltelefonen, Laptops und Autos zum Einsatz kommen. Autobauer mussten ihre Produktion drosseln, der Endkunde merkt die Knappheit an hohen Computer- bzw. Komponentenpreisen oder chronisch ausverkauften Spielkonsolen.

Schätzungen über die Neon-Vorräte der Halbleiter-Produzenten variieren, doch könne ein längeres Andauern des Ukraine-Konflikts die Situation verschärfen, sagte Angelo Zino, CFRA-Analyst. Neon wird auch in China produziert - aber dort steigen auch bereits die Preise. Die Errichtung neuer Produktionsstätten könnte zudem lange dauern.

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