Eine aktuelle Helvetia-Studie hat die Beziehung der Vorarlberger zu ihrem Auto untersucht. Dabei zeigt sich: Im Ländle ist diese deutlich leidenschaftsloser als in anderen Teilen Österreichs.
Vorarlberger, so besagt das zumindest das Stereotyp, sind pragmatisch. Im Bezug auf das Verhältnis zu ihren Autos sind sie das in jedem Fall, wie die aktuelle Helvetia-Kfz-Studie aufzeigt. So sind im Ländle nur 55 Prozent der Autofahrer stolz auf ihren fahrbaren Untersatz. Das ist der mit Abstand der niedrigste Wert im Bundesländer-Vergleich, der Österreichschnitt liegt bei 69 Prozent.
Dementsprechend niedrig ist auch die Quote jener Vorarlberger, für die das Auto identitätsstiftend ist: Gerade einmal 19 Prozent gaben an, dass ihr Pkw die eigene Persönlichkeit widerspiegeln würde – auch das ist der österreichweit mit Abstand niedrigste Wert, der Bundesschnitt liegt bei immerhin 40 Prozent. Insofern kommt es auch nicht überraschend, dass gerade einmal zwölf Prozent der Ländle-Lenker ihrem Auto einen Kosenamen geben – auch diesbezüglich ist Vorarlberg das Umfrage-Schlusslicht. Ebenso ins Bild passt, dass nur 43 Prozent der Vorarlberger zumindest einmal Sex im eigenen Pkw hatten – in jedem anderen Bundesland ist dieser Wert höher.
Die Sicherheit steht hoch im Kurs
Die Beziehung der Vorarlberger zu ihrem Auto mag unromantisch sein, dafür wird aber Sicherheit großgeschrieben: 99 Prozent der Fahrer hierzulande schnallen sich an, das ist österreichweit der Topwert. Zudem sind die Vorarlberger sehr generös, was ihren Pkw betrifft: Nur 22 Prozent wollen nicht, dass jemand anderer mit ihrem Auto fährt – im Rest von Österreich ist man deutlich intoleranter (49 Prozent). Dass man im Ländle das Lenkrad gerne mal übergibt, schlägt sich auch in einem anderen Umfrageergebnis nieder: So gaben zwar 94 Prozent der Vorarlberger an, dass sie sichere Autofahrer seien, gleichzeitig sind nur 35 Prozent davon überzeugt, besser als ihre Partnerin bzw. ihr Partner zu fahren.
Klare Regeln sind Ländle-Lenkern wichtig
Wichtig sind den Lenkern im Ländle klare Regeln: 78 Prozent mögen es nicht, wenn andere ihr Auto schlecht behandeln, indem sie etwa die Autotür zuschlagen, Müll hinterlassen oder mit dreckigen Schuhen einsteigen. Beim Essen und Trinken im Wageninneren sind 49 Prozent empfindlich, was in etwa dem Österreichschnitt (48 Prozent) entspricht. Interessant ist, dass für immerhin 27 Prozent der Vorarlberger das Auto ein Rückzugsort ist, an dem man alleine sein und zur Ruhe finden kann.
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