10.01.2022 15:53 |

Wollen Tarifvertrag

In Leipzig streiken Hunderte Amazon-Mitarbeiter

Beschäftigte des Online-Versandhändlers Amazon in Leipzig haben laut Gewerkschaft am Sonntagabend erneut die Arbeit niedergelegt. Etwa 400 Beschäftigte beteiligten sich an der Arbeitskampfmaßnahme, die bis Montagabend dauern solle, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Wegen der Coronapandemie seien nur kleinere Kundgebungen mit bis zu zehn Personen vor dem Standort in Leipzig geplant.

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Schon vor Weihnachten hatte Verdi zu Aktionen an dem Amazon-Standort in Leipzig aufgerufen. Die Dienstleistungsgewerkschaft setzt sich seit Jahren für eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten nach dem branchenüblichen Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels ein.

Amazon verweist auf „exzellente Bezahlung“
Ein Amazon-Sprecher verwies auf „exzellente Bezahlung, exzellente Zusatzleistungen und exzellente Karrierechancen“, die Amazon als Arbeitgeber bereits biete. Im Sommer seien die Löhne erhöht worden. Die Mitarbeiter verdienten mindestens 12 Euro brutto pro Stunde plus Extras.

Verdi-Fachbereichsleiter Lauenroth-Mago sagte, die Gewerkschaft wolle in dem Arbeitskampf nicht locker lassen. Er könne sich nicht an eine derart lange Auseinandersetzung mit einem Arbeitgeber erinnern. Die Urabstimmung, mit der damals der Weg für Streiks freigemacht wurde, stammt von 2013. Seither gibt es immer wieder Arbeitsniederlegungen. Amazon betont stets, dass die Streiks keine Auswirkungen hätten.

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