Schweres Souvenir
Ältere Touristin stahl 40 Kilo Sand auf Sardinien
Eine 69-jährige Sand-Diebin hat auf Sardinien keine Mühen gescheut, um ihre Beute in ihre Heimat Frankreich zu schaffen: Die 69-Jährige wurde mit 40 Kilo feinem Sand, Kieseln und Muscheln in ihrem Auto erwischt. Die Touristin muss mit einer Strafe von bis zu 3000 Euro rechnen.
Auf Sardinen geht man streng gegen Sanddiebe vor: Was viele Touristen als harmloses Souvenir betrachten, ist für die italienischen Behörden ein schweres Vergehen. Selbst kleine Mengen im Handgepäck können hohe Strafen mit sich ziehen.
Doch von einer kleinen Menge kann man im aktuellen Fall nicht sprechen: Die 69-jährige Französin hatte 40 Kilo von dem wertvollen Streugut in ihr Auto verfrachtet, die sie nach einem Urlaub auf der Insel auf einer Fähre nach Toulon einschiffen wollte.
Sand wird an Strand zurückgebracht
Nach Angaben der Ermittler stammten der feine Sand und die weißen Steine von dem Strand Le Saline bei Stintino im Norden Sardiniens. Die Mitnahme von Sand, Kieseln und Muscheln von den Stränden ist nach einem Regionalgesetz aus dem Jahr 2017 verboten. Die Frau muss nun mit einer Geldstrafe zwischen 500 und 3000 Euro rechnen. Das beschlagnahmte Material soll in den kommenden Tagen an den Strand zurückgebracht werden.
Sanddiebstahl ist für Ökosystem tödlich
Sand- und Kieselstein-Diebstahl – vor allem durch Touristinnen und Touristen – ist ein großes Problem in Sardinien. Die Insel ist für ihre wunderschönen Strände berühmt. Dennoch entwenden Urlauber jedes Jahr Sand und Muscheln als Souvenir und schaden damit der Umwelt. Die hohen Strafen sollen das verhindern. Die meisten Touristen sind regelmäßig erstaunt über die Strafen. „Das Entwenden von Strandsand scheint zwar harmlos, ist aber für das fragile Küstensystem der Insel tödlich“, betonten die Behörden, die im Sommer die Kontrollen auf den bekanntesten Stränden verschärfen.








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