Schubsen und Gedränge
Blütenregen sorgte für Chaos in Pantheon in Rom
Ein Regen aus roten Blütenblättern, die vom Dach des Pantheon herabrieseln, lockt zu Pfingsten massenhaft Touristen aus aller Welt an. Dabei kam es heuer allerdings zu einem brenzligen Zwischenfall: Vor der Basilika gab es ein gar nicht so christliches heftiges Gedränge und Geschubse.
Hunderte Menschen wollten der berühmten Tradition beiwohnen, bei der Feuerwehrleute Tausende Blütenblätter in die Basilika streuen (siehe Video oben). Die Schaulustigen standen bereits Stunden vor dem Blütenregen auf dem Piazza della Rotonda in glühender Hitze an, um das Spektaktel zu sehen.
Doch das Wetter heizte offenbar auch die Gemüter an: In Videos in sozialen Medien ist zu sehen, wie die Menge sich vor dem Pantheon drängelt – einige Männer – offenbar Sicherheitsbeauftragte – sprangen über die Absperrung, um die tobende Menge zu beruhigen.
Hier ist das Chaos vor dem Panthon zu sehen:
Im Instagram-Kanal, der über die wüsten Szenen in Rom berichtete, werden angesichts des Tumults bessere Maßnahmen für die Menschenansammlungen gefordert. Es wird nur eine limitierte Anzahl an Besuchern in die Basilika eingelassen – viele Touristen mussten draußen bleiben. Die Schlange vor dem Pantheon war lang, der Platz vollkommen überfüllt, wie auch die Zeitung „La Reppublica“ berichtete.
„Wir sind seit 9 Uhr hier, aber leider waren schon so viele Leute vor uns. Wir mussten draußen bleiben“, erklärten Touristen aus den Philippinen. Manche Besucher hätten sich bereits um 7 Uhr morgens angestellt, um den Blütenregen zu sehen, der zu Mittag von der Kuppel herunterrieselt.
Brauch vor zwei Jahrzehnten wiederbelebt
Der Brauch ist schon sehr alt, war dann in Vergessenheit geraten und vor rund 20 Jahren wiederbelebt. „Es ist eine Tradition aus den ersten Jahrhunderten der Kirche“, erklärt Daniele Micheletti, Erzpriester des Pantheon, die Geschichte des Spektaktels laut Dom Radio. „Zur Herabkunft des Heiligen Geistes wurden die Blüten geworfen. Der Papst nahm am Gottesdienst teil und verkündete das Datum des Osterfestes im nächsten Jahr.“ Das Pantheon würde sich dafür perfekt eignen: „Es war eine der bekannten Hauptkirchen der Stadt, und es ist die einzige mit einer Öffnung im Dach“, so Michaletti.








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