Wie schon bei den Australian Open ist Österreich auch in Paris durch zwei Damen in der zweiten Runde vertreten. Nach Julia Grabher rauschte auch Anastasia Potapova in Eile durch ihr Auftaktmatch. Die Neo-Österreicherin schlug Maya Joint in nur 69 Minuten 6:1, 6:2. „Ich habe vor, hier wirklich weit zu kommen“, hat Potapova Großes vor.
Nur 71 Minuten hatte Julia Grabher für ihren Auftaktsieg gebraucht, da wollte Anastasia Potapova nicht nachstehen. Die gebürtige Russin hatte mit der Australierin Maya Joint vermeintlich keine leichte Gegnerin, dominierte ihre Partie aber komplett. Vor allem im ersten Satz ließ sie ihr keine Chance, gewann in Windeseile 6:1.
Hier die Stats zur Partie:
Im zweiten Durchgang verließ Potapova, die von einer Handvoll österreichischer Fans angefeuert wurde, kurzfristig der Aufschlag, hatte auch mit der Hitze zu kämpfen, dennoch setzte sie sich mit 6:2 durch. Insgesamt benötigte sie für den Sieg mit 69 Minuten sogar noch zwei weniger als Grabher.
In Runde drei winkt Duell mit Coco Gauff
Hinterher nahm sich die Neo-Österreicherin Zeit, mit Fans für Selfies zu posieren. Der einzige Makel in dem Match war ihre Aufschlagquote von nur 44 Prozent gewesen. Doch in Anbetracht ihres klaren Sieges sollte dies sogar Mut machen, dass sie noch deutlich mehr Potenzial hat, als sie Montag abrufen musste. In Runde zwei trifft Potapova auf die Britin Katie Boulter, Nummer 71 der Welt. Auch da wird sie die Favoritin sein. Danach könnte es freilich gegen Titelverteidigerin Coco Gauff gehen.
Doch auch wenn sie selbst noch nicht so weit schauen will, nimmt sich Potapova kein Blatt vor den Mund, wenn es um ihre Ziele bei diesen French Open geht. „Ich will hier richtig weit kommen“, erklärt die 25-Jährige und schreckt auch nicht davor zurück, vom Titel zu sprechen. „Klar ist das ein großes Ziel. Aber es wäre dumm, Angst vor so großen Ambitionen zu haben“, meint Potapova. „Die letzten Ergebnisse haben mir viel Selbstvertrauen gegeben. In Madrid und Rom habe ich gesehen, dass ich mit allen mithalten kann.“
Auch die Hitze macht ihr keine Angst, im Gegenteil. „Ich liebe die Hitze. Im Urlaub, wenn alle in den Schatten flüchten, bin ich immer die Erste, die sich in die Sonne legt“, lacht Potapova.
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