RockMelt ist auf Chromium aufgebaut, dem Open-Source-Browser, der auch Googles Chrome als Grundlage dient. Finanziert wird er von einem echten Internetpionier: Marc Andreessen, der 1994 mit verantwortlich für den ersten kommerziellen Webbrowser, den Netscape Communicator, war. Nun soll RockMelt die Internetbrowser revolutionieren.
Der größte Unterschied zur Konkurrenz fällt bereits beim ersten Start auf: RockMelt erbittet vollständigen Zugriff auf das Facebook-Konto des Nutzers. Ohne dieses kann der Browser nicht genützt werden.
Social Web auf einen Blick
Dies ist nötig, da RockMelt auf das Social Web zugeschnitten ist - am linken Rand werden ständig die Facebook-Kontakte des Users eingeblendet, am rechten Neuigkeiten aus dem Netzwerk sowie dem Twitter- und Gmail-Zugang angezeigt. Zudem können RSS-Feeds hinzugefügt werden, sodass Neuigkeiten auf einer Website sofort ersichtlich sind. Das Hin- und Herschalten zwischen den beliebtesten sozialen Websites ist somit obsolet.
Einfach teilen und praktische Suchfunktion
Neben der Adresszeile findet sich ein "Share"-Button, über den eine Website sofort mit Freunden auf Facebook oder Twitter geteilt werden kann. Eine der praktischsten Neuerungen ist die eingebaute Suchfunktion neben Adresszeile und "Share"-Button. Der Nutzer erhält die Ergebnisse als Drop-Down-Menü direkt im Browser und öffnet mit Klick die gewünschte Seite - das Suchmenü bleibt jedoch geöffnet. Ist der Nutzer also unzufrieden, muss er keinen Tab wechseln oder die Suche wiederholen - er klickt einfach auf den nächsten Vorschlag. Ist er zufrieden, verschwinden die Ergebnisse mit Klick auf die Website.
Unkompliziert unerkannt surfen
Der Browser speichert die zuletzt besuchten Websites ebenso wie die kürzlich geschlossenen, zu finden bei Öffnung eines neuen Tabs. Daneben findet sich eine Übersicht von Chrome-Apps, mit denen der Browser erweitert werden kann. Wer im Web keine Spuren hinterlassen möchte, kann über den Menüpunkt "New incognito window" anonym ins Internet. Die angesurften Seiten erscheinen anschließend nicht in der Übersicht, auch werden keine Cookies auf dem PC gespeichert. Heruntergeladene Dateien und Bookmarks werden aber gesichert.
Entwickler versprechen umfassenden Datenschutz
Einem Browser vollständigen Zugang zu den eigenen Social-Web-Konten zu ermöglichen, trifft bei einigen Nutzern naturgemäß auf Skepsis. Die Entwickler versprechen jedoch, höchsten Wert auf Datenschutz zu legen - RockMelt gebe keine Daten weiter, auch nicht die von Freunden, heißt es auf der Datenschutz-Seite der Macher. Ebenso würde es keine automatischen Postings bei Freunden geben - "wir hassen das auch", so die Entwickler. Zudem würde das Surfverhalten nicht überwacht oder aufgezeichnet.
Internetpionier finanziert neuen Browser
RockMelt wird von Marc Andreessen finanziert, dem Mitgründer der Netscape Communications Corporation, die Ende 1994 dafür sorgte, dass mit dem Netscape Communicator der erste kommerzielle Webbrowser auf den Markt kam. Nun, etwas mehr als 16 Jahre später, soll RockMelt erneut die Online-Kommunikation revolutionieren, so Andreessen. Seine Beteiligungsgesellschaft Andreessen Horowitz sei involviert, weil es perfekte Zeit für einen neuen Webbrowser sei, gab er im November vergangenen Jahres gegenüber "MSNBC" an.
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