29.03.2021 05:00 |

Ernährung

Köstliches Fasten mit grünen Lebensmitteln

Spinat, Bärlauch und Brennnesseln eignen sich ideal, um in der Karwoche die Verdauung anzuregen und den Körper natürlich zu entschlacken.

Kompletter Nahrungsverzicht muss nicht sein. Sie können den Körper auch mit gesunden Lebensmitteln versorgen, aber Fleisch, Süßes und Alkohol - zumindest einige Tage vor Ostern - weglassen. Das entlastet den Stoffwechsel. Grünes Gemüse ist dafür bestens geeignet. Es enthält reichlich Bitterstoffe, welche die Produktion von Gallenflüssigkeit, Magensäften, Enzymen und Insulin fördern. Die Leber wird so in ihrer Entgiftungsfunktion unterstützt. Bitterstoffe helfen aber auch dabei, länger satt zu bleiben und Heißhungerattacken zu vermeiden. Deshalb sind sie ideal zum Fasten. Zusätzlich ist das Gemüse ein wichtiger Spender von Vitamin C, K (wichtig für den Knochenstoffwechsel, auch in Verbindung mit Vitamin D), Karotin und zahlreichen B-Vitaminen. Grüne Blätter kräftigen außerdem das Immunsystem, können Viren vertreiben und helfen, sogenannte Freie Radikale (aggressive Sauerstoffteilchen) zum Schutz unserer Zellen zu entschärfen.

Dem Alter ein Schnippchen schlagen
„Spinat oder Mangold sind auch wichtig bei Überlastung. Sie liefern das Anti-Stress-Mineral Magnesium, das Nerven-Vitamin B 1, aber auch Folsäure (schützt Herz sowie Kreislauf), bremst die Adernverkalkung und ist somit ein wahrer Jungbrunnen“, betont Prof. Hademar Bankhofer. Frischer Spinat lässt sich als Salat, gedünstet oder als Bestandteil von selbstgemachten Smoothies in der Küche verwenden. Woher der Name „Gründonnerstag“ kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Nach einem alten Brauch, der bis mindestens ins 14. Jahrhundert zurückgeht, werden auch heute noch an diesem Tag grünes Gemüse und grüne Kräuter gegessen, die Gesundheit und Kraft für das ganze Jahr schenken sollen.
Probieren Sie die folgenden Rezepte von „die umweltberatung“:

Bärlauchsuppe

Zutaten (für 4 Personen):

  • 100 g Bärlauch
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 Erdapfel
  • etwas Sauerrahm
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4 Vollkornbrotscheiben
  • 8 dag Emmentaler

Zubereitung:
Zwiebel fein hacken, Bärlauchblätter waschen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, Bärlauch zugeben, kurz mitrösten und mit Gemüsebrühe aufgießen. Erdapfel schälen, in die Suppe reiben und mit Salz und Pfeffer würzen. 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, pürieren und mit Sauerrahm verfeinern. Vollkornbrotscheiben mit geriebenem Emmentaler bestreuen und im Backrohr kurz überbacken.

Griechischer Spinatsalat mit Brennnessel

Zutaten (für 4 Personen):

  • 500 g frischer Spinat
  • 125 g frische Brennnesselspitzen
  • 1 rote Zwiebel
  • 150 g Schafkäse
  • 2 EL Sesam
  • 1-2 EL Rotweinessig
  • Olivenöl
  • Salz

Zubereitung:
Die Spinat- und Brennnesselblätter etwa 10 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Den Sesam ohne Fett in einer Pfanne gold-braun rösten und beiseite stellen. Den Schafkäse mit den Fingern zerbröseln und beiseite stellen. Die rote Zwiebel klein würfelig schneiden, in einer Pfanne mit Öl etwa 15 Minuten auf kleiner Flamme glasig anrösten, bis ein gutes Aroma entsteht. Die noch lauwarme Spinat-Brennnessel-Mischung mit Zwiebeln, Essig und einer Prise Salz vermischen. Den Salat anrichten und mit Fetawürfeln und Sesam garnieren.

Spinat mit Kichererbsen

Zutaten (für 4 Personen)

  • 400 g Blattspinat
  • 1/2 Bd. Petersilie
  • 6 Eiklar oder 4 Eier
  • 100 g gekochte Kichererbsen
  • 100 g Schafkäse
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Salz

Zubereitung:
Knoblauch fein hacken und 20 Sekunden in Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen, gewaschenen Blattspinat hinzufügen. Pfanne zudecken bis Spinat zusammenfällt. Gehackte Petersilie, Kichererbsen und Schafkäse dazugeben. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen. Am Schluss Eiklar oder Eier unterrühren, kurz zudecken und mitbraten lassen.

Was zu Beachten Ist

Wer den „Waldknoblauch“ selbst ernten will, sollte Vorsicht walten lassen. Die genusstauglichen Blätter des Bärlauchs sind denen von Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich. Wie seine giftigen Doppelgänger wächst er in krautreichen, schattigen und nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern, Parkanlagen und Auwäldern. Wer sich nicht 100 Prozent sicher ist, sollte die Bärlauchblätter besser aus kontrollierten Kulturen vom Gemüsehändler oder im Supermarkt kaufen, rät das „forum.ernährung heute“. Eine weitere Möglichkeit ist, die Pflanze im eigenen Garten anzubauen. Hierfür wählt man am besten einen schattigen Standort mit feuchtem, humusreichem Boden. Das Frühlingskraut fühlt sich neben Sträuchern und Bäumen am wohlsten.

Karin Rohrer-Schausberger
Karin Rohrer-Schausberger
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