Aus Ukraine

75.000 illegal importierte Eier in Wien entdeckt

Österreich
15.05.2026 16:15

Großerfolg für das Wiener Marktamt: Bei Kontrollen wurden 75.000 illegal importierte Eier aus dem Verkehr gezogen. Österreichs Bauern sehen in der aufgeflogenen „Schmuggel-Ei“ ein Warnsignal und stellen Forderungen auf. 

Eieiei – das Wiener Marktamt hat mehr als 75.000 Eier aus der Ukraine aus dem Verkehr gezogen – ohne Stempel, ohne Herkunftsnachweis, ohne Rückverfolgbarkeit. Mitten in der Debatte um Import-Eier aus dem Ausland und irreführende Aufmachungen ist das der nächste Aufreger, der Österreichs Bauern auf die Barrikaden treibt.

Das Wiener Marktamt griff durch.
Das Wiener Marktamt griff durch.(Bild: Krone KREATIV/Marktamt Wien, Bauernbund)

Die im Großmarkt Wien-Inzersdorf entdeckte Ware entsprach nicht den europäischen Vermarktungsnormen – und wäre ohne die Kontrolle wohl ungehindert auf österreichischen Tellern gelandet. „Ohne konsequente Kontrollen wäre diese illegale Ware in den Markt gelangt”, sagt auch Bauernbund-Präsident Georg Strasser. Das Kontrollsystem habe funktioniert – diesmal.

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Viele Menschen achten bewusst auf Herkunft und regionale Qualität. Genau dieses Vertrauen gerät zunehmend unter Druck!

Bauernbund-Präsident Georg Strasser

Doch der Fall legt eine Lücke frei, die viele Konsumenten längst ahnen: Beim Frischei steht die Herkunft drauf. Sobald Eier dann aber verarbeitet werden – in Nudeln, Kuchen, Mayonnaise, Fertiggerichten oder in der Gastronomie – verschwindet diese Information oft spurlos. „Wer beim Frühstücksei bewusst auf Herkunft achtet, kann bei verarbeiteten Produkten oft nicht mehr erkennen, woher die Eier wirklich kommen”, warnt Strasser.

Bauernbund stellt Forderungen auf
Dabei hätten heimische Betriebe längst hohe Standards gesetzt: keine Käfighaltung, moderne Ställe, lückenlose Rückverfolgbarkeit. Standards, die Importware oft nicht erfüllt – und die damit österreichische Bauern unter Druck setzen. Umso mehr geht man beim Bauernbund in die Gegenoffensive. Schärfere Kontrollen auf nationaler und EU-Ebene, gleiche Standards für alle Importware und eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln werden gefordert. „Transparenz darf nicht an der Verpackung enden”, so Strasser.

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