Pfiffe von den eigenen Anhängern gegen ÖFB-Legionär Stefan Schwab haben zuletzt in Deutschland für Aufregung gesorgt – jetzt hat sich der Routinier selbst zu Wort gemeldet. Mittlerweile habe es eine Versöhnung gegeben, die Situation selbst habe ihn natürlich zum Nachdenken gebracht. Im Sommer steht wohl der Abschied von Holstein Kiel bevor.
Das letzte öffentliche Training der Kieler absolvierte Schwab mit einem Lächeln und nahm sich anschließend viel Zeit zur Interaktion mit den Fans. Nachdem der Österreicher über Wochen immer wieder mit Pfiffen von den eigenen Anhängern versehen wurde, haben sich das Team, der Trainer und die organisierte Fanszene vor Schwab gestellt.
Mittlerweile hat sich die Situation für den Österreicher geklärt. „Ich würde fast sagen: Ende gut, alles gut“, wird der Routinier von den „Kieler Nachrichten“ zitiert. Dabei ist die Saison nach seinem Wechsel von PAOK Thessaloniki zu Holstein Kiel gar nicht nach Plan verlaufen.
„Hat leider mich getroffen“
„Man braucht kein Geheimnis daraus zu machen, dass die Erwartungen vor und während der Saison andere waren“, erklärt Schwab selbst. Von den Fans wurde er zeitweise als Sündenbock für eine generell durchwachsene Saison herausgepickt. „Ich habe in meiner Karriere schon bei anderen Vereinen gespielt, in denen großer Druck war und dann einzelne Spieler herausgepickt wurden. In dieser Saison hat es dann leider mich getroffen“, so der Österreicher.
Keine einfache Situation, wie der ehemalige Rapidler zugibt: „Wenn man dann als Einzelner herausgepickt wird, tut es schon mehr weh. Man macht sich seine Gedanken und es geht nicht spurlos an einem vorbei.“ Auch wenn der 35-Jährige durchaus Verständnis dafür habe, dass Fans auch ihren Unmut äußern dürften.
Abschied steht wohl bevor
Dass sich Mannschaft, Trainer und Fans schließlich klar hinter ihn gestellt haben, bedeute Schwab viel: „Nachdem ich die Rufe und den Applaus wahrgenommen habe, ist viel aus den letzten Wochen von mir abgefallen. Ich war befreiter und weniger verkrampft. Das war schön, dass es im letzten Heimspiel so war.“
Wenngleich man einen versöhnlichen Abschluss gefunden hat, stehen die Zeichen im Sommer wohl auf Abschied. Ein Karriereende kommt für den Routinier aber weiterhin nicht infrage. „Ich konnte diese Saison jedes Training mitmachen – und in Deutschland wird mit der intensivste Fußball in Europa gespielt. Deshalb glaube ich, dass ich schon noch dem einen oder anderen Verein helfen kann.“
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