Der weltweite Musikmarkt ist im Vorjahr zum sechsten Mal in Folge gewachsen. Insgesamt gab es ein Plus von 7,4 Prozent, wie der internationale Fachverband IFPI am Dienstag in einer Online-Pressekonferenz mitteilte. Im abgelaufenen Jahr wurden 21,6 Milliarden US-Dollar (rund 18,1 Milliarden Euro) umgesetzt. Hauptverantwortlich dafür war dem „Global Music Report“ zufolge die Streaming-Branche.
Das Segment der bezahlten Streaming-Abos konnte um 18,5 Prozent mehr Umsatz lukrieren als noch 2019. Mit Ende 2020 listet die IFPI 443 Millionen zahlende Abonnenten von Diensten wie Spotify und Co. Rechnet man zu diesem Bereich noch die werbefinanzierte Streaming-Nutzung hinzu, ergibt sich ein Plus von 19,9 Prozent auf 13,4 Milliarden US-Dollar, womit beinahe zwei Drittel aller Umsätze der Musikwirtschaft aus diesem Feld stammen. 2019 waren weltweit 20,2 Milliarden Euro am Musikmarkt umgesetzt worden, Streaming war damals bereits für 56,1 Prozent dieser Umsätze verantwortlich.
Demgegenüber stand ein erneuter Abfall der physischen Tonträger, mit denen 4,7 Prozent weniger Umsatz generiert wurde. Vergleicht man die am Dienstag präsentierten Zahlen mit jenen aus Österreich, die der heimische Branchenverband bereits Mitte Februar veröffentlichte, ergibt sich ein großteils deckungsgleiches Bild. Auch hierzulande sorgte das starke Streaming-Segment (wuchs um ein Drittel auf 91,6 Millionen Euro) für ein Gesamtwachstum von 3,4 Prozent auf 171,6 Millionen Euro. Für die CD musste hingegen ein Absturz von 22 Prozent auf 30,5 Millionen Euro verkraftet werden.
„Die Arbeit und das Investment der Plattenfirmen hat wirklich geholfen“, bezog sich IFPI-Vorsitzende Frances Moore auf die „außergewöhnlichen Umstände“, die die Coronapandemie im Vorjahr mit sich brachte. „Sie werden die optimistische Grundstimmung im Report erkennen“, verwies Moore zudem auf neue Felder der Musikwirtschaft, die zusehends Bereiche wie Gaming oder Apps für sich entdeckt und hier neue „Nutzererfahrungen“ generieren möchte.
Quelle: APA
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