Zwei Features fallen Auto-Enthusiasten als Erstes ein, wenn sie an den Citroën DS - die legendäre Déesse - erinnert werden: schwenkbares Fernlicht und Hydropneumatik. Erstgenanntes darf nun im neuesten Fahrzeug der Marke wiederaufleben, im hochmodernen LED-Matrix-Licht des DS 4.
Man ist sich der Bedeutung des Kürzels DS, mit dem sie die Modellbezeichnung im Jahr 2015 zur Marke erhoben haben, also offenbar bewusst. Das ist gut, besonders jetzt, da DS Teil des neugeschaffenen Stellantis-Vielmarkenkonzerns geworden ist.
Die Scheinwerfer bestehen aus drei LED-Modulen, wovon das innere das Abblendlicht darstellt. Das Zentralmodul kann bis zu einem Winkel von 33,5 Grad gedreht werden. So leuchtet es die Fahrbahnränder aus und folgt in Kurven dem Blickfeld. Das äußere Matrix-Beam-Modul ist aufgeteilt in fünfzehn Segmente, die einzeln angesteuert werden. Gesteuert aufgrund von Infos aus einer Kamera im oberen Teil der Windschutzscheibe passen sich die Scheinwerfer an Wetter und Fahrsituation an. Das auffällige Tagfahrlicht besteht aus insgesamt 98 LEDs.
Martialische Eleganz
Wie die Déesse ist auch der DS 4 eine auffällige Erscheinung, allerdings auf ganz andere Art. Das Design des 4,40 Meter langen, 1,83 Meter breiten und (ohne Finne) 1,47 Meter hohen Kompaktwagen wirkt gleichermaßen elegant wie martialisch und weist jede Menge Linien, Sicken und Kanten auf, wo der Citroën DS mit Schlichtheit, aber völlig neuer Form auffiel. Man muss das wohl als neue Avantgarde bezeichnen. Der Kühlergrill im Diamant-Design ragt mächtig auf, die Türgriffe ziehen sich, wenn sie nicht benötigt werden, bündig ins Blech der Türen zurück.
Elegant und hochwertig wirkt auch der extrem stylische Innenraum, in dem das Armaturenbrett nahtlos in die Türverkleidungen übergeht bzw. die Türverkleidungen gewissermaßen zu einem Teil der Armaturenkonsole werden, indem sie die Luftausströmer der Klimaanlage beherbergen.
Der Name der Göttin
Mit dem DS4 wird ein neues Bediensystem mit dem Namen Iris eingeführt. Es ist per Sprache und Gesten bedienbar und soll die angeblich beste Spracherkennung überhaupt umfassen. Iris soll als „echter persönlicher Assistent“ wahrgenommen werden.
Das Tachodisplay ist digital, zusätzlich werden eine ganze Menge Infos (Geschwindigkeit, Fahrassistenzsysteme, Navigations- und Warnmeldungen aber auch der aktuelle Songtitel oder ein Anruf) auf dem neuen Head-up-Display angezeigt. Diese projiziert sein Bild direkt auf die Windschutzscheibe, bzw. vier Meter dahinter auf einen virtuellen 21-Zoll-Screen.
DS verspricht eine neue Display-Generation, die sich durch höhere Auflösung, schnelles Reaktionsverhalten sowie bessere Kontraste und Farben auszeichnen soll. In der Mittelkonsole befindet sich zusätzlich ein gänzlich neues Mini-Display, genannt Smart-Touch, über welches sich viele Funktionen mit Wisch- und Zoom-Gesten steuern lassen.
Keine Hydropneumatik, aber ein spezielles Fahrwerk
Auch in Sachen Komfortfahrwerk ist man sich bei DS offenbar der Tradition bewusst. Zwar bekommt der DS 4 keine Hydropneumatik, aber eine kameragesteuerte aktive Federung. Die Kamera hinter der Windschutzscheibe liefert gemeinsam mit vier Neigungssensoren und Beschleunigungsmessern Analysedaten über die Straßenbeschaffenheit und alle Bewegungen des DS 4, unter anderem Geschwindigkeit, Lenkwinkel, und Bremsen. Auf dieser Basis wird die Dämpferhärte jedes einzelnen Rades kontinuierlich angepasst. Daraus soll ein ebenso komfortables wie dynamisches Fahrverhalten resultieren.
Vier Verbrenner, ein Plug-in-Hybrid
Für den DS 4 werden ein Diesel-, ein Plug-in-Hybridantrieb sowie drei Benziner im Leistungsspektrum von 136 PS bis 225 PS zur Verfügung stehen, alle ausschließlich mit Achtgang-Automatik erhältlich. Topversion ist ein Plug-in-Hybridantrieb, der einen Vierzylinderbenziner mit 180 PS und eine E-Maschine mit 81 kW/110 PS kombinier. Die Systemleistung beträgt 165 kW/225 PS, die rein elektrische WLTP-Reichweite liegt bei über 50 Kilometer.
Der DS 4 soll voraussichtlich ab Mai bestellbar sein.
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