Lieber ausgewogen

Warum Sport noch keine Garantie fürs Abnehmen ist

Gesund
11.10.2010 14:59

Du rennst und schnaufst einmal die Woche durch den Park, gehst zum Aerobic oder Bauch-Bein-Po-Training und nimmst trotzdem nicht ab? Das könnte daran liegen, dass deine Essgewohnheiten ziemlich düster sind. Denn nur durch die ausgewogene Kombination von mehr Bewegung und veränderten Essgewohnheiten gehen überschüssige Kilos auch tatsächlich verloren und lassen den Blick auf die Waage nicht zum Drama werden.

Das Magazin "Reader’s Digest" zeigt in seiner Oktober-Ausgabe auf, wie man in Form bleiben kann und welche vermeintlichen Irrtümer es beim Thema Fitness gibt: So wären 40 Minuten Bahnenziehen im Schwimmbad nötig, damit ein einziges Stück Pizza nicht den Rettungsring um die Hüften erweitert. Und wer den Salat mit Hühnerbrust aus seiner Energiebilanz tilgen möchte, müsste 50 Minuten auf Inlineskatern durch den Park flitzen.

Stephen Colagiuri, Professor für Ernährungsmedizin an der Universität Sydney, rät deshalb: "Mehr Bewegung kombiniert mit einer Veränderung der Essgewohnheiten ist das Erfolgsrezept."

Hungerkuren wirkungslos
Aus Sicht von Experten sind Hungerkuren oder andere Formen der Diät in der Regel wirkungslos. 80 Prozent der Menschen, die eine Diät machen, haben das verlorene Gewicht bald wieder auf den Rippen. Das ergaben Untersuchungen mehrerer US-Universitäten sowie des National Weight Control Registry, einer Einrichtung, die die Gewichtskontrolle erforscht. Der sogenannte Jo-Jo-Effekt – also das wiederholte Abnehmen gefolgt von erneuter Gewichtszunahme – ist für den Körper schädlicher als ein einfaches Übergewicht. Zudem warnen Fachleute der Ernährungsbranche davor, dass eine übertriebene Diät leicht dazu führen kann, dass Muskel- und Knochenmasse abgebaut wird und parallel das Risiko steigt, an Diabetes, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Beschwerden zu erkranken.

Zu 60 bis 75 Prozent entscheidet Ernährung über Körper
"Viele Menschen machen den Fehler zu glauben, sie könnten essen, was sie wollen, solange sie nur Sport treiben", warnt Scott Williams, Sporttrainer einer Fitness-Studiokette aus Australien, vor einer falschen Grundeinstellung: "Für die meisten Menschen gilt: Zu 60 bis 75 Prozent entscheidet die Ernährung über ihre körperliche Erscheinung."

Dabei müssen nur wenige Grundregeln beachtet werden:

  • Statt abstruser Schlankheitsdrinks sollte man auf eine ausgewogene Ernährung achten, die weniger Kalorien als bisher enthält.
  • Wichtig auch: Weder Fett und Eiweiß noch Kohlenhydrate dürfen ganz vom Speiseplan genommen werden, weil der Körper alle drei Nährstoffe benötigt.
  • Entscheidend ist, dass die ausgewogene Ernährung auf lange Sicht durchgehalten und parallel Sport getrieben wird. Das sorgt für mehr Muskelmasse, beschleunigt den Stoffwechsel und steigert den Energieverbrauch.
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