Bei Frauen beliebt

Rennradfahren: So finde ich das passende Rad

Rennradfahren liegt im Trend. Immer mehr Menschen – und zunehmend Frauen – entdecken die Faszination dieses Sports. Fitness-Experte Philipp Jelinek, selbst begeisterter Radfahrer und mehrfacher Triathlon-Teilnehmer, erklärt, worauf man beim Fahrradkauf unbedingt achten sollte.

Für Philipp Jelinek ist wie für viele andere das Rennrad längst nicht nur ein Sportgerät, sondern ein Lebensgefühl. Ob alleine, in kleinen oder großen Gruppen, Ausfahren nach der Arbeit oder am Wochenende – Rennradfahren bietet zahlreiche Möglichkeiten. „Viele Paare teilen ihre Leidenschaft auf zwei Rädern. Auch ich bin regelmäßig mit meiner Frau unterwegs“, erzählt er. 

Damit das Ganze jedoch wirklich Spaß macht, ist eines entscheidend: das passende Rad. Philipp Jelinek rät daher zu einer kompetenten Beratung im Fachgeschäft. „Diese bildet die Grundlage: Körpergröße, Sitzposition, was möchte ich mit dem Rad fahren – all dies spielt eine Rolle bei der Auswahl. Doch noch einen Schritt weiter geht das sogenannte Bikefitting.“ Wie dieses abläuft und welche Vorteile es bringt, erklärt er wie folgt:

Zitat Icon

Ein perfekt eingestelltes Rad fühlt sich fast an wie ein Maßschuh auf zwei Rädern.

 Philipp Jelinek, „Vorturner“ auf Krone-TV und mehrfacher Triathlon-Teilnehmer

„Gerade beim Neukauf lohnt es sich, zuerst ein Bikefitting zu machen. Dafür gibt es unterschiedliche Systeme. Zunächst wird die optimale Sitzposition in Echtzeit auf einem sog. Smart Bike ermittelt. Auf Basis dieser Daten kann anschließend gezielt das passende Rad ausgewählt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die 3 D-Bewegungsanalyse. Am Körper des Radfahrers angebrachte Sensoren sammeln während der Fahrt präzise Daten. Damit verhindert man Fehlkäufe und sorgt dafür, dass Geometrie und Größe von Anfang an perfekt passen.

So geht Bikefitting

Die richtige Ergonomie – das heißt, das Zusammenwirken von Mensch und Fahrrad – zu ermitteln, ist eine individuelle Angelegenheit. Schließlich hat jeder Mensch einen etwas anderen Körperbau. 

Folgende Komponenten gilt es zu ermitteln:

  • Sattel: Höhe und Neigung einstellen
  • Lenker: Anpassung von Höhe, Breite und Finden der richtigen Position von Griff und Hebel 
  • Pedale: Optimierung der Fußstellung auf dem Pedal
Jacqueline Kallina, österreichische Triathletin und Staatsmeisterin auf der Langdistanz, beim ...
Jacqueline Kallina, österreichische Triathletin und Staatsmeisterin auf der Langdistanz, beim Bikefitting: Mit dem „Smart Bike“ wird die richtige Sitzposition während des Fahrens exakt bestimmt.(Bild: Philipp Jelinek)

Beim Bikefitting selbst wird das Rad individuell auf den Fahrer eingestellt. Sattelhöhe, Lenkerposition, Sitzwinkel – jedes Detail wird exakt angepasst. Ziel ist eine Position, die sowohl effizient als auch komfortabel ist. Denn eine falsche Haltung kann nicht nur die Leistung mindern, sondern auch zu Beschwerden im Rücken, Nacken oder in den Knien führen.“

Natürlich stellt sich die Frage: Lohnt sich diese Investition? Philipp Jelinek dazu: „Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, ja. Man sitzt einfach ganz anders auf dem Rad, fühlt sich wohler, hat viel mehr Spaß mit seinem Gerät und spart sogar Geld, da Fehlkäufe vermieden werden. Ein perfekt eingestelltes Rad fühlt sich fast an wie ein Maßschuh auf zwei Rädern.“

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