12.06.2020 15:15 |

Volks-Strom-Wagen

Leicht holprig, aber: VW ID.3 kann endlich starten

Software-Probleme, Seuchenalarm und dann auch noch Stress im Vorstand - so ganz glatt ging es für VW nicht mit dem Start ins Elektrozeitalter. Doch jetzt hat der designierte Markenchef Grünes Licht gegeben: Nächste Woche können registrierte Interessenten final bestellen und ab September wird ausgeliefert. Doch alle Probleme sind dann noch nicht behoben.

Der neue VW-Markenchef Ralf Brandstätter dreht am Regler und erhöht in Wolfsburg die Spannung. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat er jetzt endlich grünes Licht für die Vermarktung des ID3 gegeben. Nachdem der elektrische Hoffnungsträger erst von Software-Problemen und dann von Corona ausgebremst wurde, soll in der kommenden Woche tatsächlich der Vorverkauf beginnen und ab Anfang September ausgeliefert werden, kündigte der frisch berufene Vorstand an. Dabei kommen erst einmal die rund 35.000 Vorbesteller zum Zuge, die nun vier Wochen Vorsprung haben, um ihren Kaufvertrag zu unterschreiben. Danach werden die Bücher für alle Interessenten geöffnet. Diesen Zeitversatz wird es dann auch bei der Auslieferung der Fahrzeuge geben.

Los geht es mit der First Edition für knapp 40.000 Euro, die mit der mittleren von drei Batteriegrößen vorfährt: 58 kWh und bis zu 420 Kilometer Reichweite verspricht VW den Erstkunden. Später gibt’s ein Einstiegsmodell mit 45 kWh und 330 Kilometer Reichweite für etwas weniger als 30.000 Euro und eine Top-Version mit 77 kWh für 550 Kilometer. Allen gemein ist der Heckmotor mit 150 kW/204 PS und 310 Nm, der Geschwindigkeiten bis 160 km/h ermöglicht. Aber auch dabei soll es nicht bleiben. Die R GmbH arbeitet bereits an einem Sportmodell, das zwar ebenfalls bei Heckantrieb bleiben, aber deutlich mehr Leistung bekommen soll.

Zwar hat VW schon vor dem Lockdown genügend Autos produziert, um in diesem Jahr noch ernsthafte Stückzahlen auf die Straße zu bringen und so auch die CO2-Ziele zu erreichen. Doch die Software-Probleme, die den Entwicklern den Endspurt erschwert haben, werden bis September nicht vollends gelöst sein, räumen die Niedersachsen ein: Eine Handvoll Funktionen im Head-up-Display, im Infotainment und auch bei den Assistenzsystemen werden deshalb erst ein paar Wochen später als Update aufgespielt. „Dafür fahren die Kunden der ersten Stunde allerdings die ersten Monate ratenfrei in die Zukunft“, vertröstet der Vertrieb.

Benjamin Bessinger/SPX

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