20.08.2019 12:21 |

Praxistest

Funktioniert die Technik, die Radfahrer rettet?

Neudeutsch spricht man hier von „Dooring-Unfällen“, die moderne Ausstiegswarner für Autos wirksam verhindern können. Bei einem Test von ÖAMTC und ADAC schnitten die beiden aktuell bei Audi und Mercedes verfügbaren Systeme prinzipiell gut ab. Allerdings sind die Assistenten nicht perfekt: Parkt eng hinter dem Testfahrzeug ein anderes Auto, ist die Sensorik laut den Automobilklubs eingeschränkt und die Funktion wird beeinträchtigt.

Mercedes arbeitet bei seinem System mit akustischen und optischen Warnungen, wenn sich beim Öffnen der Tür ein Fahrrad von hinten nähert. Audi nutzt neben einem Warnlicht zusätzlich einen elektronischen Schließmechanismus, der das Aufschwingen der Tür verhindert. Die Tester des Automobilclubs bewerten die Technik trotz leichter Funktionseinschränkungen als geeignet, die häufig schweren Dooring-Unfälle zu vermeiden. Prinzipiell muss die Ausstattungsoption nicht teuer sein, da die häufig vorhandene Sensorik des Totwinkel-Assistenten mitgenutzt werden kann.

Egal ob mit oder ohne technische Helfer: Autoinsassen sollten immer den Schulterblick beim Aussteigen anwenden. Außerdem hilft ein einfacher Greif-Trick: der „holländische Griff“. In den fahrradfreundlichen Niederlanden lernen bereits Fahrschüler, die Tür immer nur mit der türabgewandten Hand zu öffnen. Das heißt: Der Fahrer und der hinter ihm sitzende Passagier nutzen die rechte Hand, Beifahrer und Hintermann die linke. So drehen sich Oberkörper und Kopf automatisch in Richtung des nachfolgenden Verkehrs. Radfahrer werden dann rechtzeitig gesehen.

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