Durch die Hackerangriffe seien von den Computern persönliche Daten, insbesondere Kontoinformationen, gestohlen worden. Drei Verdächtige wurden festgenommen.
Zu dem "Mariposa" genannten Netzwerk der manipulierten Rechner gehörten PCs von Einzelpersonen, aber auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen waren betroffen, sagte Polizeileutnant Jose Antonio Berrocal. Deutlich mehr als die Hälfte der größten US-Unternehmen und mehr als 40 größere Banken waren nach Polizeiangaben von den Hackerangriffen betroffen.
Auf dem Computer des mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für die Angriffe fand die Polizei persönliche Daten von mehr als 800.000 Personen. Allein in Spanien sei der 31-Jährige in 200.000 PCs eingedrungen.
Der Haupttäter sei ein schlecht ausgebildeter Kleinkrimineller, der die geklauten Daten an Dritte verkaufte. Des Potenzials der Hacker-Angriffe sei er sich zum Glück nicht bewusst gewesen, sagte Ermittlungsleiter Juan Salom. Tatsächlich hätte er "angesichts der Zahl der infizierten Computer einen schweren Cyber-Terrorismus-Angriff organisieren" können.
Dem Hacker und seinen zwei mutmaßlichen Komplizen waren im Mai 2009 Techniker der kanadischen Firma Defence Intelligence auf die Spur gekommen.
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