Offensive steht bevor
Kiew: Russland will Donbass bis September erobern
Russland bereitet seine Frühlings-Sommer-Offensive im Angriffskrieg gegen die Ukraine vor. Vorboten dafür sind massive Luftschläge. Nach Einschätzung des ukrainischen Geheimdienstes plant Moskau, bis September den gesamten Donbass zu erobern.
Für die geplante Bodenoffensive im Südosten der Ukraine greift Russland auf seine strategische Reserve zurück, so Vadym Skibitsky, Vizechef des Kiewer Militärnachrichtendienstes HUR gegenüber der „Financial Times“. 20.000 frische Truppen verstärken demnach die Armee.
Neue Kräfte für Bodenoffensive
Insgesamt habe Russland nun etwa 680.000 Soldaten zur Verfügung. Mit dieser Streitmacht wolle der Kreml die gesamte Donbass-Region spätestens bis Ende September erobern, so die Einschätzung des HUR. In den mehr als vier Jahren Krieg bisher ist das nicht gelungen. Obwohl Russland die beiden Oblaste Donezk und Luhansk, aus denen das Donbass-Gebiet hauptsächlich besteht, offiziell als eigenes Staatsgebiet betrachtet, hält die Ukraine dort weiterhin in kleinen Gebieten stand.
Zentral für die ukrainischen Verteidiger ist der Festungsgürtel im Donbass:
Angriffe immer heftiger
Die gewaltigen russischen Angriffe mit Raketen und Drohnen in den vergangenen Tagen sind laut Skibitsky Teil einer umfassenden Strategie, um kritische Infrastruktur zu zerstören und damit das Schlachtfeld für die Frühjahrs- und Sommeroffensive zu bereiten. Erst in der Nacht auf Donnerstag gab es mindestens 18 Tote bei Luftangriffen in der Ukraine.
Die Energieanlagen, die durch die Attacken im Winter an den Rand des Kollapses gebracht worden, seien weiterhin äußerst verwundbar, warnte Skibitsky – zumal Moskau seine Angriffstaktiken verfeinere. In den vergangenen Tagen tourte deshalb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj durch Europa, um mit neuen Verteidigungsdeals die Luftabwehr zu stärken.
Geheimdienst-Vize: Kreml will weiter Krieg
Mit seinen Vorbereitungen für die Offensive zeige Moskau, dass es nicht ernsthaft an Friedensgesprächen interessiert sei, sondern den Krieg fortsetzen wolle, betonte Skibitsky, der auch Mitglied des ukrainischen Verhandlungsteams ist.









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