Die technische Umsetzung der Social-Media-Altersgrenze nimmt immer konkretere Formen an. Schon bald soll eine europaweite App zur Altersprüfung zur Verfügung stehen – auf einem eigenen Gipfel wurden am Donnerstag weitere Details und Schritte besprochen.
Ab 1. Jänner 2027 gilt in Österreich bekanntlich die Altersgrenze für die Nutzung sozialer Netzwerke. Passgenau dafür wird es zumindest laut Angaben der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auch „bald“ eine „europäische App zur Altersverifizierung im Internet“ geben. „Es ist unsere Pflicht, unsere Kinder online genauso zu schützen wie offline. Um dies effektiv zu gewährleisten, benötigen wir ein harmonisiertes europäisches Vorgehen“, so die Kommissionspräsidentin. Die App funktioniert laut Kommission folgendermaßen: Sie wird heruntergeladen, mit dem Reisepass oder Personalausweis eingerichtet und dient dann beim Zugriff auf Online-Dienste als Altersnachweis. Das soll Datenschutz garantieren und die Weitergabe persönlicher Daten nicht nötig machen.
Kompatibilität mit iPhones gegeben
Laut Informationen der „Krone“ handelt es sich um keine einzelne App im klassischen Sinne, sondern um einen App-Baukasten, bei dem zuletzt Komponenten wie die Kompatibilität mit iPhones ergänzt worden sind. SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler ortet darin „gute Nachrichten aus Brüssel“ und befürwortet die „einheitlichen Standards“. Federführend involviert ist in Vertretung des Bundeskanzlers Christian Stocker Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP).
Pröll pocht auf „rasche Umsetzung“
Er nahm am Donnerstag an einem digitalen Gipfel mit EU-Granden wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Deutschlands Kanzler Friedrich Merz teil und betonte gegenüber der „Krone“: „Eine europäische Lösung ist und war der sinnvollste Weg seit Anbeginn der Debatte. Bislang fehlten aber wesentliche Teile für die breite Akzeptanz, wie die Kompatibilität mit IOS-Geräten. Jetzt sind diese Mängel wohl behoben. Das stimmt uns zuversichtlich. Jedoch sind einige offene Fragen dennoch nicht beantwortet – wird die EU am europäischen DSA (Anmerkung der Redaktion: Digital Services Act) nachschärfen?“
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