Manche Taxilenker sorgen am Wiener Hauptbahnhof immer wieder für Probleme. Fahrgäste beklagten mehrfach, dass sie nicht mitgenommen werden, wenn die Fahrt zu kurz und der Fahrpreis demnach gering ist. Zudem nehmen es einige mit den Abgaben nicht so genau. Die Finanz griff nun durch.
Das Amt für Betrugsbekämpfung führte im April eine Schwerpunktkontrolle im Taxi- und Mietwagengewerbe am Hauptbahnhof durch. Dabei stellten die und Finanzpolizisten mehrere Vergehen fest:
Die Behörde hat insgesamt 34 Taxis aus 33 Betrieben kontrolliert. An dem Einsatz waren 43 Finanzpolizisten beteiligt.
Das Taxi- und Mietwagengewerbe ist eine Branche, in der immer wieder Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, heißt es aus dem Finanzministerium. Dazu zählen etwa Schwarzarbeit oder Abgabenhinterziehung.
„Kleine Gewerbe haben es oft nicht leicht und stehen unter sehr starkem Druck. Dennoch muss umso mehr gelten: Null Toleranz für Steuer- und Abgabenbetrug im Interesse aller ehrlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und aller redlichen Unternehmen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit“, so Finanzminister Markus Marterbauer.
Unterstützt wurden die Finanzpolizisten von Organen des Arbeitsmarktservice sowie der Landespolizeidirektion Wien unterstützt.
Es muss gelten: Null Toleranz für Steuer- und Abgabenbetrug im Interesse aller ehrlichen und Steuerzahler und aller redlichen Unternehmen.

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ)
Bild: APA/ROLAND SCHLAGER
Im Anschluss an die Kontrolle werden nun weitere Erhebungen durchgeführt. Diese betreffen insbesondere Abfragen bei Taxizentralen und Fahrdienstvermittlungsdiensten sowie Nachschauen bei den betroffenen Unternehmen. Dabei wird geprüft, ob weitere Verstöße gegen arbeitszeitrechtliche Bestimmungen vorliegen und ob Unregelmäßigkeiten bei Umsatzaufzeichnungen in der Buchführung bestehen. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.
„Gerade in stark frequentierten Bereichen wie Verkehrsknotenpunkten zeigen gezielte Schwerpunktkontrollen ihre Wirkung. Die Finanzpolizei geht konsequent gegen Sozialbetrug, illegale Beschäftigung und Abgabenverkürzungen vor und sorgt damit für faire Wettbewerbsbedingungen für jene Unternehmen, die sich an die Regeln halten“, betont Wilfried Lehner, Bereichsleiter der Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung.
Die Wiener Taxi-Innung unterstützt die jüngsten Kontrollen am Wiener Hauptbahnhof ausdrücklich, um Fahrgäste und ehrliche Unternehmer vor unseriösen Lenkern zu schützen.
Obamnn Resul Ekrem Gönültaş, dankt der Polizei und den Behörden für ihr konsequentes Vorgehen: „Diese Aktion setzt ein wichtiges Signal: Wer sich nicht an Gesetze und Regeln hält, hat in unserer Branche keinen Platz. Die große Mehrheit der Wiener Taxilenker arbeitet professionell, ehrlich und kundenorientiert. Umso wichtiger ist es, schwarze Schafe konsequent aus dem Verkehr zu ziehen.“
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