"Da gerade in den ersten Lebensmonaten des Säuglings nicht viel Zeit bleibt, um regelmäßig Sport zu betreiben, ist diese Methode besonders erfolgreich", berichtet Nicole Pascher, selbst dreifache Mutter, die dieses spezielle Bewegungsprogramm für Mütter mit Babys entwickelt hat. Man kann beginnen, die Übungen nach dem postnatalen Check beim Gynäkologen durchzuführen – etwa sechs bis zehn Wochen nach der Geburt.
Basisübung für die tiefliegende Bauchmuskulatur für den Alltag: Hände auf Hüftknochen vorne über den Bauch legen, ein paar Mal husten. Spürst du die Anspannung? Leichter geht es, wenn du dasselbe noch einmal machst, jedoch vorher den "Nabel Richtung Wirbelsäule ziehen". So erreichst du eine gewisse Grundspannung und du merkst beim Husten, dass das Training nicht mehr so anstrengend ist. Die tiefliegende Bauchmuskulatur muss kräftig sein, bevor man die geraden Muskeln trainiert.
Übung für den Beckenboden: Um diese Muskeln zu lokalisieren, stoppe beim Wasserlassen kurz den Urinstrahl. Setz dich auf einen Sessel. Den Beckenboden langsam zehn Mal "hochziehen". Dann Pause. Drei Wiederholungen. Anschließend anspannen, langsam bis drei zählen und Spannung dabei halten. Zehn Mal wiederholen. Zum Schluss zehn Mal so schnell du kannst anspannen und entspannen.
Kangatraining mit dem Baby: Gib dein Baby in die gewohnte Tragehilfe. Es ist wichtig, dass du eine für dich und das Baby passende findest. Zu Beginn am Platz marschieren, dabei die Knie hochziehen. Langsam die Geschwindigkeit steigern. 30 Wiederholungen. Anschließend Kniebeugen machen, dabei das Gewicht auf die Fersen verlagern, leicht vorbeugen. Die Beine bleiben anfangs geschlossen, um den Beckenboden nicht zu sehr zu beanspruchen. 25 Wiederholungen. Dann wieder am Platz marschieren und die Knie abwechselnd hochziehen. 30 Wiederholungen.
Damit Mamas auch zu Hause trainieren können, gibt es dieses Programm nicht nur in Kursen in Wien und Umgebung, sondern auch als DVD (nähere Infos und DVD-Bestellung siehe Infobox). Für interessierte und sportbegeisterte Mütter besteht die Möglichkeit, sich zur Kangatrainerin ausbilden zu lassen. Und das Baby ist immer dabei!
von Karin Rohrer, Kronen Zeitung
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.