Ohne Erlaubnis

Google wegen Buchdigitalisierung verurteilt

Web
18.12.2009 16:19
Google ist in Frankreich zu 300.000 Euro Schadenersatz verurteilt worden, weil es Bücher ohne Verlagserlaubnis digitalisiert hat. Der Internetkonzern habe damit das Urheberrecht verletzt und französischen Verlagshäusern einen Schaden zugefügt, urteilte am Freitag ein Gericht in Paris. Solange die Verlage nicht einverstanden seien, dürfe Google keine Bücher mehr digitalisieren.

Google hatte sich vor Gericht verantworten müssen, nachdem es vor vier Jahren mit der Digitalisierung von Büchern begonnen hatte, um diese in einer weltweit zugänglichen Online-Bibliothek bereitzustellen. Vor Gericht gezogen waren der französische Verlegerverband, der 530 Häuser vertritt, sowie der Schriftstellerverband.

Der Prozess wurde begleitet von einer neuen Diskussion über Google. Anlass waren Gespräche des US-Unternehmens mit der französischen Nationalbibliothek, bei denen es um die Digitalisierung ihrer Bestände ging. Google schloss im Ausland bisher unter anderem Digitalisierungsabkommen mit der US-Kongress-Bibliothek und Universitäten wie Harvard und Oxford.

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