Do, 16. August 2018

Musik-Streaming

01.03.2018 08:39

Spotify stellte Antrag für Börsengang in New York

Der weltgrößte Musikstreaming-Dienst Spotify macht mit seinem lange erwarteten Börsengang ernst. Das schwedische Unternehmen will seine Aktien unter dem Kürzel "SPOT" an der New York Stock Exchange listen lassen, wie aus einem am Mittwoch bei der US-Börsenaufsicht eingebrachten Antrag hervorgeht. Damit nimmt einer der größten Tech-Börsengänge der letzten Jahre konkrete Formen an.

Nach Einschätzung von Analysten könnte es die Firma mit zuletzt über 70 Millionen zahlenden Abonnenten auf einen Börsenwert von rund 20 Milliarden Dollar (16,2 Milliarden Euro) bringen. Details des Börsengangs lässt der Wertpapierprospekt jedoch offen. Beim Emissionserlös ist lediglich ein Betrag von einer Milliarde Dollar als Platzhalter angegeben. Auch wann genau die Anteilsscheine notiert werden sollen, ist noch unklar.

Der normale Zeitablauf würde auf ein Debut ab der letzten Märzwoche schließen lassen. Spotify wählt den ungewöhnlichen Weg einer Direktplatzierung. Das Unternehmen lässt sich zwar von Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley beraten, beauftragt sie aber nicht wie üblich mit der Aktienausgabe selbst und dem dazugehörigen Preisbildungsverfahren. Das dürfte Geld sparen.

Umsatz gesteigert, Verluste aber auch
Der Antrag enthält bereits die am Markt mit Spannung erwarteten Geschäftsergebnisse der letzten Jahre. Demnach steigerte Spotify den Umsatz 2017 im Jahresvergleich zwar um fast 39 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Das starke Wachstum wurde jedoch teuer bezahlt - der Verlust nahm von 539 Millionen auf 1,24 Milliarden Euro zu. 2015 hatte das Minus noch bei lediglich 230 Millionen Euro gelegen.

159 Millionen Nutzer weltweit
Spotify ist die Nummer eins im Geschäft mit Musik-Streaming. Der in 61 Ländern vertretene Dienst kam Ende 2017 nach eigenen Angaben auf 71 Millionen zahlende Abo-Kunden und rund 159 Millionen Nutzer insgesamt. Über einen Börsengang wurde schon lange spekuliert. Ein Risiko für Anleger könnte die Klage eines Musikverlags sein, der mindestens 1,6 Milliarden Dollar Zahlungen für Songautoren erstreiten will.

 krone.at
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