Teenager sensationell

Vierter Sieg in Folge! Antonelli fährt allen davon

Formel 1
24.05.2026 23:38
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Auch beim Großen Preis von Kanada fährt der 19-jährige Kimi Antonelli der Konkurrenz um die Ohren und holt seinen vierten Saisonsieg im fünften Rennen! Teamkollege George Russell schied nach einem langen Mercedes-Duell wegen technischen Problemen aus. Lewis Hamilton und Max Verstappen machten das Podium komplett.

Kimi Antonelli hat den packenden Grand Prix von Kanada gewonnen und dabei vom Ausfall seines Mercedes-Teamkollegen George Russell profitiert. Der 19-jährige Italiener feierte am Sonntag in Montreal den vierten Formel-1-Saisonsieg in Serie und baute seinen Vorsprung auf Russell in der Gesamtwertung auf 43 Punkte aus. Der Brite musste seinen Silberpfeil in Führung liegend mit Motorenproblemen abstellen. Lewis Hamilton wurde im Ferrari Zweiter vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen.

„Echt schade, dass er so ausgeschieden ist!“
Antonelli war nach der Fortsetzung seiner Siegesserie überglücklich, auch wenn er Russell lieber auf der Strecke besiegt hätte. „Das Duell mit George hat wirklich Spaß gemacht. Es ist echt schade, dass er so ausgeschieden ist. Aber ich nehme es, ich bin natürlich absolut happy“, sagte der Mercedes-Shootingstar. „Es fühlt sich so großartig an. Ich bin so glücklich, ich liebe diese Strecke“, äußerte Hamilton nach seinem besten Resultat für Ferrari zufrieden. Auch Verstappen freute sich über das beste Ergebnis der laufenden Saison. „Es ist absolut positiv, das erste Podium zu holen“, sagte der Niederländer.

Hier das Endergebnis:

Für Mercedes war es am fünften Grand-Prix-Wochenende der fünfte Erfolg. Dieser hatte aber einen bitteren Beigeschmack, weil Pole-Setter Russell seine Siegträume unverschuldet begraben musste. Der Vorjahressieger stieg sichtlich verärgert aus seinem Boliden aus und warf seine Handschuhe auf den Boden. Auch Weltmeister Lando Norris, der so wie Teamkollege Oscar Piastri nach einem Taktik-Missgeschick des McLaren-Teams viele Positionen verloren hatte, musste mit technischen Problemen aufgeben. Das erwartete Regenchaos blieb aus.

FIFA-Präsident Gianni Infantino auf Besuch
Nachdem am Samstag das emotionale Stallduell zwischen Sprint-Sieger Russell und Antonelli nach einer Beinahe-Kollision sowie wütenden Funksprüchen das bestimmende Thema gewesen war, stand der Sonntag im Zeichen des Wetters – und der Fußball-WM. FIFA-Präsident Gianni Infantino nutzte den Grand Prix beim Co-Gastgeber, um sich im Trikot des NHL-Teams Montreal Canadiens gemeinsam mit dem WM-Pokal und einigen Stars der Motorsport-Königsklasse ablichten zu lassen.

Trockenreifen oder Regenreifen?
Auf der Strecke wartete auf die Rennställe ein Reifenpoker, da es vor dem Start auf der Ile Notre-Dame zwar nieselte, die Strecke aber trotzdem nicht wirklich nass war. Das Mercedes-Duo in der ersten Reihe sowie die beiden Ferraris und Red Bulls entschieden sich für Trockenreifen, das McLaren-Duo in der zweiten Reihe riskierte es mit einem Intermediate-Reifensatz. Der mit Spannung erwartete Rennbeginn verschob sich um zwei Aufwärmrunden, da die fünf Lichter auf der Startampel im ersten Versuch nicht ausgingen und der liegengebliebene Racing Bull von Arvid Lindblad weggeschoben werden musste.

McLaren verpokerte sich mit der Reifenwahl.
McLaren verpokerte sich mit der Reifenwahl.(Bild: AFP/PETER FOX)

Reifen-Drama bei McLaren
Norris holte sich von Startplatz drei zwar die Führung, doch genauso wie Piastri musste der Sprint-Zweite seinen Reifensatz früh wechseln. Antonelli ging unterdessen an Russell vorbei, die Silberpfeile wurden von Hamilton und Verstappen verfolgt. Am Ende der 6. von 68 Runden kam es fast erneut zum Mercedes-Drama: Russell ging an Antonelli vorbei, dieser verbremste sich und krachte beinahe ins Heck seines Stallrivalen. Kurz darauf bremste sich Verstappen an Hamilton vorbei auf den dritten Platz.

Russell mit Motorschaden out
Bei niedrigen Temperaturen auf dem Circuit Gilles-Villeneuve lieferten sich Russell und Antonelli für fast 30 Runden einen packenden Zweikampf auf Augenhöhe. Dann ging der Motor von Russell aus und Antonelli durfte mit Respektabstand auf Verstappen seine Führungsrunden drehen. Der von Startplatz sechs ins Rennen gegangene Vierfach-Champion erlebte ein Rennen nach Wunsch, sechs Runden vor der Zielflagge wurde der Niederländer vom siebenfachen Montreal-Sieger Hamilton aber noch überholt.

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