Rodionov mit Euphorie

„Mittlerweile bin ich ja ein gestandener Spieler“

Tennis
24.05.2026 21:27

Als zweiter Österreicher neben Sebastian Ofner greift Jurij Rodionov bei den French Open an. Der 27-Jährige weiß, dass er gegen Arthur Rinderknech Außenseiter ist, strahlt derzeit aber eine Zuversicht aus, die man bei ihm selten gesehen hat. „Aktuell bin ich mit meinem Level echt zufrieden, ich freue mich extrem, hier dabei zu sein.“

Als er 2019 erstmals im Hauptfeld der French Open aufschlug, hätte Jurij Rodionov nicht geglaubt, dass er vier Jahre warten müsste, bis er dieses Privileg wieder genießen dürfte. Am Montag wird er nun seinen erst dritten Start bei einem Grand Slam absolvieren. Immer in Paris, immer gegen einen Lokalmatador in der ersten Runde. 

Rodionovs Major-Karriere hatte spektakulär gestartet. Bei seiner Premiere hatte er Jeremy Chardy mit 10:8 im fünften Satz niedergerungen. Die folgenden Jahre waren für Jurij jedoch ein Auf und Ab gewesen. Immer wieder war er auch an mangelndem Selbstbewusstsein gescheitert.

„Wäre enttäuscht gewesen“
In dieser Hinsicht hat der Österreicher einen klaren Schritt nach vorne gemacht, dazu dürften auch die erfolgreichen Daviscup-Auftritte im vergangenen Jahr beigetragen haben. „Ich wäre richtig enttäuscht gewesen, hätte ich die Quali hier nicht geschafft“, befand Rodionov nach dem Einzug in das Hauptfeld.

Arthur Rinderknech rückt gerne ans Netz vor.
Arthur Rinderknech rückt gerne ans Netz vor.(Bild: EPA/VALENTIN FLAURAUD)

In dem er mit dem an 22 gesetzten Arthur Rinderknech freilich eine harte Aufgabe hat. Der Franzose erlebte im Vorjahr einen Durchbruch, schlug etwa in Wimbledon Alexander Zverev, schaffte es beim Shanghai Masters ins Finale. Auf Sand ist es Rodionov jedoch durchaus zuzutrauen, dem 1,96-m-Mann zuzusetzen. Er spielt gern in Roland Garros, hat klare Ziele. Vor allem will er daran arbeiten, sich doch noch in den Top 100 zu etablieren. Bislang hat es nur zu einem Kurzaufenthalt im elitären Kreis gereicht.

Hoffen auf Daviscupstimmng
„Mittlerweile bin ich ja ein gestandener Spieler, kein Rohdiamant mehr“, hat er genug Erfahrung gesammelt. Mit Rückschlägen kann der Österreicher mittlerweile viel besser umgehen, großen Druck wird er sich gegen Rinderknech nicht machen. „Ich will es genießen, hier zu spielen“, freut sich Rodionov auf das Match am Montag. Natürlich werden die Fans für den Gegner sein. Je enger er aber die Partie gestalten kann, desto besser wird die Stimmung. Und die wird er auch für sich nutzen können. Das hat er nicht zuletzt im Daviscup, etwa als Held von Debrecen, oft genug bewiesen.

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