Chaos beim Turiner Derby! Ein Juventus-Fan musste nach Zusammenstößen der beiden Ultra-Lager vor dem Spiel mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Juve-Anhänger redeten daraufhin mit Kapitän Manuel Locatelli – dieser kam zusammen mit Mitspielern, Klub und Liga zum Beschluss, vorerst das Spiel nicht anzukicken.
Kurz nach 17 Uhr gerieten die Ultra-Gruppen der beiden Teams Juventus Turin und FC Torino in der Piazza San Gabriele in Gorizia, mitten in der Hauptstadt des Piemont, aneinander. Nach einigen Minuten der Gewalt griff die Polizei mit Rauchbomben ein, doch die Spannung hielt lange an, mit Würfen von Feuerwerkskörpern, Flaschen, Steinen und dichtem Rauch in der Luft.
Fan lebensgefährlich verletzt
Ein 36-jähriger Juventus-Fan aus Mailand wurde bei den Auseinandersetzungen laut Berichten lebensgefährlich verletzt und sofort mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht. Er sei wohl mit einer Glasflasche am Kopf getroffen worden und musste notoperiert werden. Während des Aufwärmens berichteten dann Juventus-Ultras Kapitän Manuel Locatelli und Co. von den Vorfällen – und Juve beschloss, vorerst nicht aufs Feld zu gehen. Unterstützt von der Liga, die die Partie aus Sicherheitsgründen (wegen der Juve-Ultras im Stadion) nicht anpfeifen wollte.
Fans verließen Block
Die Angst vor einem Platzsturm der Juventus-Anhänger verzögerte den Anstoß, diese verließen ihren Fanblock. Das Spiel wurde dann verspätet gegen 21.45 Uhr angekickt. Da Juventus sportlich heuer auch noch die Champions League verpasst, ist die Stimmung sehr aufgeheizt, weitere Auseinandersetzungen sind nicht ausgeschlossen.
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