Die Temperaturen steigen und damit das Bedürfnis nach Bewegung in der Natur. Sportliche Aktivitäten verbessern die Stimmung, senken den Blutdruck, kräftigen die Muskeln, setzen "Glückshormone" frei, das Immunsystem wird positiv beeinflusst, Übergewicht lässt sich leichter abbauen.
Sehr gut eignen sich Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren, Joggen oder Nordic Walken. Damit sich die positiven Effekte tatsächlich einstellen, ist es ratsam, zwei- bis dreimal wöchentlich etwa 30 bis 40 Minuten Zeit in das Training zu investieren.
Wichtiges rund ums Training
Chronisch Kranke oder Menschen mit Problemen am Bewegungsapparat sollten das Okay bzw. Ratschläge für die passende Sportart beim Arzt einholen. Entscheiden Sie sich für Walken oder Laufen, dann bevorzugt in der Ebene, wenn möglich auf asphaltfreien Wegen beginnen, um die Gelenke zu schonen.
Keine größere Mahlzeit vorm Sporteln
Zwei Stunden vor dem Sporteln keine größeren Mahlzeiten essen. Was viele "vergessen": fünf bis zehn Minuten aufwärmen, um den Körper auf Betriebstemperatur und die Durchblutung in Schwung zu bringen sowie Muskeln und Bänder auf die Belastung vorzubereiten.
Das Tempo so wählen, dass man sich unterhalten kann, ohne außer Atem zu kommen. Wird das Training als zu anstrengend empfunden oder tritt Seitenstechen auf, Pausen einlegen bzw. "einen Gang zurückschalten", gleichmäßig ein- und ausatmen.
Je besser man trainiert ist, desto seltener und kürzer werden Erholungsphasen benötigt. Man sollte immer genügend Flüssigkeit, am besten mildes Mineralwasser oder verdünnten Obstsaft, mit dabei haben.
Den Ehrgeiz im Zaum halten! Übertriebenes Training begünstigt Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen, vor allem bei Sportarten wie Tennis, Basket- oder Volleyball. Meist betrifft es Sprunggelenke und Knie. Grund dafür sind rascher Geschwindigkeits-, Richtungswechsel oder Körperkontakt bei Kampf- und Ballsportarten.
"P.E.C.H."-Schema hilft bei Verletzungs-Pech
Bestimmte Maßnahmen, die sofort gesetzt werden sollten, beschleunigen die Heilung. Dadurch werden Stoffwechselvorgänge gebremst, die Schwellungen auslösen.
Zur Erstversorgung von solchen stumpfen (ohne offene Wunde) Verletzungen hat sich das sogenannte P.E.C.H.-Schema bewährt: Pause, Eis, Compression und Hochlagern. Bei akuten Schwellungen sofort ruhigstellen, unabhängig von der Stärke des Schmerzes, da dieser über das Ausmaß der Verletzung nicht viel aussagt. Danach hilft Kühlen der betroffenen Stelle. Eis darf aber nicht direkt in Kontakt mit der Haut kommen, sonst besteht die Gefahr von Erfrierungen.
Ein Verband sorgt für den nötigen Druck gegen die Schwellung. Betroffene Gliedmaße so oft wie möglich hochlagern. Eine Sport-Pause einlegen, bis die Verletzung vollständig ausgeheilt ist. Schonende Bewegung ist sinnvoll, um die Muskelkraft zu erhalten. Je länger Schmerzen zur Schonhaltung zwingen, desto schlechter. Nach ärztlicher Versorgung bzw. wenn keine notwendig ist, kann man sich in der Apotheke über verschiedene abschwellende bzw. schmerzstillende Mittel beraten lassen. Für die Behandlung offener Wunden sind Reinigung, Desinfektion und Infektionsschutz wichtig.
von Eva Rohrer, Kronen Zeitung
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