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MS: Ein JA zur Schwangerschaft

Gesund
14.03.2026 00:01
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Porträt von Promotion Team
Von Promotion Team

Multiple Sklerose trifft viele Frauen mitten im Leben – oft genau dann, wenn der Wunsch nach einer Familie entsteht. Darf ich mit MS schwanger werden? Gefährde ich mein Kind? Und was passiert mit meiner Therapie? Fragen, die lange mit Unsicherheit verbunden waren.

Doch die gute Nachricht kommt im krone.tv-Interview von Neurologin Dr. Bettina Heschl, Oberärztin an der Universitätsklinik für Neurologie im LKH Graz: „Man kann sich auch mit MS ganz normal den Kinderwunsch erfüllen.“

Was MS im Körper auslöst
Multiple Sklerose – kurz MS – ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. „Gehirn, Rückenmark und Sehnerv können betroffen sein. Das Immunsystem greift die Myelinschicht an, also die Schutzschicht der Nervenfasern“, erklärt Heschl. Die Folge: gestörte Nervenimpulse, Sehstörungen, Lähmungen, Gefühlsstörungen oder kognitive Probleme. MS verläuft meist schubförmig und ist nicht heilbar – aber sehr gut behandelbar. „Gott sei Dank haben wir heute sehr wirksame Therapien“, so die Ärztin im Interview mit krone.tv.

(Bild: krone.tv)

Keine Einschränkung der Fruchtbarkeit
Eine der häufigsten Sorgen – vor allem bei betroffenen jungen Frauen – betrifft die Fruchtbarkeit. Hier kann Heschl beruhigen:

Zitat Icon

„Die Fruchtbarkeit von Frauen oder Männern ist durch die MS nicht eingeschränkt.“

Dr. Bettina Heschl, Oberärztin an der Universitätsklinik für Neurologie im LKH Graz

Auch die meisten modernen Medikamente beeinträchtigen den Kinderwunsch nicht. Selbst reproduktionsmedizinische Maßnahmen wie In-vitro-Fertilisation seien möglich. Dass das Thema bei jungen Frauen so präsent ist, überrascht nicht: „MS betrifft drei- bis viermal häufiger Frauen – und das Erstmanifestationsalter liegt zwischen 20 und 40 Jahren. Genau die Zeit, in der viele eine Familie planen.“

Schwangerschaft kein Risiko
Entscheidend sei – vor allem für Patientinnen – eine gute Planung: „Es ist wichtig, schon zu Beginn, am besten, wenn die Erstdiagnose stattfindet, gleich das Thema Familienplanung anzusprechen. Besteht ein Wunsch, ein Kind zu bekommen, oder besteht kein Wunsch? Und dann gleich mit den Patientinnen und gemeinsam mit dem Partner besprechen, welche Möglichkeiten wir haben und welche Therapie-Optionen es gibt. Zudem sollte die Erkrankung stabil sein. Wenn die Patientinnen gut eingestellt sind, spricht nichts gegen eine Schwangerschaft.“

Viele Paare fürchten auch, MS weiterzugeben. „Es gibt eine leichte familiäre Häufung, aber MS ist keine Erbkrankheit. Die Sorge ist eigentlich unberechtigt“, so die Expertin.

Und noch eine wichtige Botschaft für alle Betroffenen:

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„Die Schwangerschaft beeinflusst die MS nicht negativ – und umgekehrt beeinflusst die MS die Schwangerschaft nicht negativ.“

Dr. Bettina Heschl, Oberärztin an der Universitätsklinik für Neurologie im LKH Graz

Therapie: Heute flexibler als früher
Früher war die Frage nach der Therapie ein großes Problem. „Da haben wir wirklich Bauchweh gehabt“, erinnert sich Heschl. Hochaktive Patientinnen mit Kinderwunsch stellten Ärztinnen und Ärzte vor schwierige Entscheidungen. Doch heute hat sich vieles geändert: „Einige Medikamente können bis zum Eintritt der Schwangerschaft fortgeführt werden.“ Andere hingegen müssen rechtzeitig abgesetzt werden. Besonders positiv hervorzuheben:

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„Wir haben hochpotente Therapien, die die Mutter stabil halten, nach der Geburt rasch wieder einleitbar und sogar stillkompatibel sind.“

Dr. Bettina Heschl, Oberärztin an der Universitätsklinik für Neurologie im LKH Graz

Weniger Schübe in der Schwangerschaft
Erstaunlich ist der Verlauf während der Schwangerschaft: „In der Schwangerschaft nimmt die Schubrate deutlich ab. Schübe sind sehr, sehr selten“, so Heschl. Das Risiko steigt allerdings gleich nach der Geburt wieder an: „Die ersten Monate nach der Entbindung sind kritisch. Darum ist es wichtig, so rasch wie möglich wieder mit einer guten Immuntherapie zu beginnen.“

Trotzdem ist MS laut Heschl keine Risikoschwangerschaft: „Wenn die Erkrankung stabil ist, sehe ich das nicht als Risikoschwangerschaft.“

Stillen sogar empfohlen
Und wie sieht es mit dem Stillen aus? Auch hier gibt es gute Nachrichten: „Wir empfehlen das Stillen definitiv.“ Studien hätten sogar gezeigt, dass die Schubrate leicht sinken könne. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus Stillen und passender Therapie: „Das ist für Mutter und Kind die beste Wahl.“

Männer mit MS
Auch Männer stellen sich Fragen. „Die Fruchtbarkeit ist nicht eingeschränkt“, so Heschl. Nur bei einzelnen Medikamenten müsse ein zeitlicher Abstand zum Eintritt einer Schwangerschaft der Partnerin eingehalten werden. Insgesamt seien Männer hier „ein bisschen bevorzugt“, so die Expertin.

Frühzeitig planen
Das Um und Auf sei die frühzeitige Beratung: „Am besten spricht man schon bei der Erstdiagnose über das Thema Familienplanung“, betont Heschl noch einmal. Therapie und Lebensplanung müssten individuell abgestimmt werden. Ihr persönliches Fazit nach vielen begleiteten Schwangerschaften?

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„Ich habe schon ganz viele Babys mit meinen Patientinnen begleitet – und sehr, sehr positive Dinge zu berichten.“

Dr. Bettina Heschl, Oberärztin an der Universitätsklinik für Neurologie im LKH Graz

Mut statt Angst
Multiple Sklerose bedeutet heute nicht mehr, auf eine Familie verzichten zu müssen. Mit moderner Therapie, guter Planung und enger Betreuung stehen die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft sehr, sehr gut.

Oder wie Dr. Bettina Heschl es zusammenfasst: „Man kann wirklich auch mit MS ganz normal schwanger werden – und wir begleiten unsere Patientinnen auf diesem Weg.“

Mit freundlicher Unterstützung von Roche Austria.

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