Warum soll ich mir nicht ins Gesicht greifen?
Es passiert meist unbewusst: Wir kratzen an der Nase, wischen mit dem Handrücken über die Nasenflügel oder reiben uns die Augen. Und schon verteilen sich die Keime über die Schleimhäute, die wir zum Beispiel beim Händeschütteln vom Arbeitskollegen „übernommen“ haben.
Kann man die Dauer eines Schnupfens verkürzen?
Nein, aber man kann die Symptome lindern. Großmutters Weisheit: „Drei Tage kommt er, drei Tage steht er, drei Tage geht er“ stimmt mit dem ärztlichen Wissenstand überein, wonach ein unkomplizierter Schnupfen (Rhinitis) zwischen fünf und sieben Tage dauert. Allerdings ist das Flimmerepithel in der Nase erst nach etwa vier Wochen wieder voll funktionstüchtig.
Meine Nase ist verstopft. Darf ich Nasensprays anwenden, so oft ich möchte?
Nasentropfen und Nasensprays, die abschwellend wirken, sollten nicht länger als eine Woche lang eingesetzt werden. Am besten nur bei Bedarf anwenden.
Wie schnäuzt man sich richtig?
Falsch wäre es, wenn man mit großem Druck beidseitig schnäuzt. Dadurch katapultiert man sich Sekret in die Nebenhöhlen und damit die darin enthaltenen Viren. So „verschleppen“ sich die Krankheitserreger. Richtig: Ein Nasenloch zuhalten, der Mund bleibt geschlossen, vorsichtig in ein Papiertaschentuch schnäuzen. Auch nicht in die Nase „hineinniesen“. Taschentücher sofort entsorgen, Hände waschen.
Helfen warme Wickel bei Halsschmerzen?
Warme Halswickel fördern die Durchblutung. Dabei werden Antikörper, welche die Krankheitskeime bekämpfen, zu dieser Stelle gebracht, also dort, wo sie gebraucht werden.
Wer sich in der Kälte aufhält, bekommt sicher eine Erkältung
Dieser Zusammenhang konnte nie nachgewiesen werden. Kälte ist keine ausreichende Bedingung, um krank zu werden, sonst müssten Menschen z. B. in der Arktis ständig erkältet sein. Sinkt die Körpertemperatur aber über längere Zeit ab, ist die Abwehrlage beeinträchtigt und wir werden anfälliger für Infektionen. Dies ist etwa der Fall, wenn wir falsch angezogen sind (keine Kopfbedeckung, nasse Schuhe, keine Handschuhe am Skilift, etc.).
Kann aus einer Erkältung eine Grippe werden?
Nein! Die echte Grippe wird von einem anderen Erreger – dem Influenzavirus – ausgelöst. Man kann aber nacheinander beide Krankheiten bekommen, dann sieht es so aus, als hätte sich die eine aus der anderen entwickelt. Gegen Influenza gibt es eine Impfung, bei Erkältung muss man die Symptome behandeln.
von Karin Podolak, Kronen Zeitung
Der Gesundheitsratgeber „Erkältung und Grippe verstehen“ ist in den Apotheken erhältlich. Wenn er gerade nicht lagernd sein sollte, kann er vom Apotheker beim Kwizda-Großhandel bestellt werden. Die Broschüre wurde unter Mitarbeit zahlreicher medizinischer Experten erarbeitet. Mehr Tipps gegen Verkühlung und Grippe findest du in der Infobox!
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