Stausee abgesenkt

Starkregen sorgt in Kärnten für höchste Warnstufe

Kärnten
10.06.2026 20:32

Kräftige Gewitter und anhaltender Starkregen haben Kärnten am Mittwochabend fest im Griff: Viele Feuerwehren stehen im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu entfernen und Überschwemmungen zu bekämpfen. Auch der Völkermarkter Stausee wurde vorsorglich abgesenkt. 

Mittwochabend stürmte, blitzte und donnerte es in weiten Teilen Kärntens und Osttirols. Kräftige Gewitter zogen über die Regionen und brachten enorme Regenmengen mit sich. Bereits innerhalb von 24 Stunden wurden bis Mittwochnachmittag in der Gemeinde Weißensee knapp 75 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, im Bereich des Millstätter Sees sowie in Fresach rund 60 Liter pro Quadratmeter.

„In einigen Regionen wird durch den zu erwartenden Starkregen die kritische Marke von 100 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden überschritten. Dies löst automatisch die Warnstufe Violett (höchste Warnstufe) aus. Es besteht die Gefahr durch Überflutungen und Murenabgänge“, so David Kaufmann vom Wetterdienst Tauernwetter.

Österreich
Wetterdaten:

Vorsorgemaßnahme im Hochwasserschutz
Um auf die erwarteten höheren Abflüsse vorbereitet zu sein, begann man beim Kraftwerk Edling mit der Absenkung des Völkermarkter Stausees um knapp einen Meter. Dabei handelt es sich um eine Vorsorgemaßnahme im Hochwasserschutz. In den vergangenen Monaten war ein solcher Schritt nicht notwendig gewesen, da die Drau infolge der anhaltenden Trockenheit über längere Zeit vergleichsweise wenig Wasser führte.

Die heftigen Niederschläge forderten auch zahlreiche Feuerwehren: „In Kärnten sind Mittwochabend mehr als 50 Einsätze verzeichnet worden. Betroffen sind vor allem die Bezirke Spittal, Villach-Land, Klagenfurt-Land, Feldkirchen, St. Veit, Völkermarkt und Wolfsberg. Die Hauptschwerpunkte liegen bei umgestürzten Bäumen, Überschwemmungen sowie überfluteten Kellern. Teilweise sind auch Bäume auf Stromleitungen gestürzt. Ein Teil der Einsätze ist bereits abgearbeitet, andere befinden sich noch in Bearbeitung“, informiert die Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten (Lawz). 

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