Power-Cabrio

Brabus spendiert dem SL satte 730 PS

Motor
06.05.2008 10:39
Da muss man sich schon beim Zuschauen festhalten und die Haare vorm extremen Luftzug schützen: Der deutsche Autotuner Brabus bietet den Mercedes SL mit unglaublichen 730 PS an. Die Höchstgeschwindigkeit ist nicht wie sonst üblich bei 250 km/h abgeregelt, sondern bei 350 km/h!

Der Biturbo-Motor, der im Brabus S V12 S seinen Dienst verrichtet, wurde ursprünglich für den Brabus Rocket, die nach Herstellerangaben schnellste Limousine der Welt, entwickelt. Für den Cabriorenner musste das Drehmoment von 1.320 auf 1.100 Nm reduziert werden, damit der Antriebsstrang sich nicht frühzeitig verabschiedet. Trotzdem wurde das Fünfgang-Automatikgetriebe verstärkt.

Im Rahmen der Hubraumerweiterung von 5,5 auf  6,3 Liter Hubraum wird das Innenleben des Motors komplett überarbeitet. Zusätzlich werden eine effizientere Turboanlage und eine Edelstahl-Hochleistungsauspuffanlage mit Metallkatalysatoren installiert. 

Nach 4,0 Sekunden zieht die Tachonadel über den Hunderter, nach weiteren 6,5 Sekunden sind’s schon 200 km/h, erst bei bis zu 350 km/h (je nach Übersetzung und Bereifung) ist Schluss mit Vortrieb – wenn sich eine Strecke findet, die übersichtlich und frei genug ist.

Extraportion Leistung auch für die anderen SLs
Doch es gibt noch mehr schnelle Brabus-SLs, der SL 65 AMG kriegt 40 Extra-PS und leistet mit dem Brabus-Leistungskit 715 PS, Drehmoment auch hier 1.100 Nm. Dem SL 63 AMG verhelfen Sportluftfilter, Hochleistungsmetallkatalysatoren und eine neu programmierte Motorelektronik zu 40 zusätzlichen PS. Der Vierventil-V8 des SL 500 leistet mit Hubraumerweiterung 462 PS und produziert ein maximales Drehmoment von 615 Nm bei 3.100 Touren. Für die V6-Vierventiler des SL 280 und 350 gibt es den Brabus 4.0-Liter-Motor mit 332 PS und 420 Nm.

Für alle SLs stehen Edelstahl-Sportauspuffanlagen mit vier verchromten Endrohren zur Verfügung, auch designmäßig kann man zuschlagen: Ein Frontspoiler, der an der Serienfrontschürze fixiert wird, Scheinwerfereinsätze mit LED-Tagfahrleuchten. Das im Windkanal entwickelte Aerodynamikteil soll den Auftrieb an der Vorderachse reduzieren. Dazu Seitenschweller mit Einstiegsleuchten und eine Heckschürze mit integrierter Umfeldbeleuchtung.

Räder kommen wahlweise mit 17, 18, 19 oder 20 Zoll Durchmesser. Maximale Kombination 9Jx20 vorne mit „255/30 ZR 20“-Pneus und 10.5Jx20 mit „305/25 ZR 20“-Bereifung auf der Hinterachse gefahren.

Die größte Bremsen-Variante besteht aus innenbelüfteten und gelochten 375x36-mm-Bremsscheiben und 12-Kolben-Festsätteln vorne sowie innenbelüfteten und gelochten 355x28-mm-Scheiben und 6-Kolben-Festsätteln an der Hinterachse. 

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