Genauer gesagt gilt diese Hommage nicht nur dem M1, sondern auch dessen Vorgänger BMW Turbo, sie alle wurden beim Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2008 gefeiert.
Wie beim M1 hat auch die Hommage an ihn zwei BMW-Embleme am Heck, links und rechts außen. Auch die dicken schwarzen Lamellen auf der Heckscheibe sind geblieben. Alles andere ist pure Faszination, erinnert aber stark an den alten M1. Besonders auffällig ist die extrem betonte Trennfuge zwischen Dachlinie und hinterem Fahrzeugkörper, in die die seitlichen Fenster hineinlaufen wie ein verlängerter Lidstrich. Sogar der BMW-typische Hofmeisterknick ist integriert. Und auf der Fronthaube erkennt man die Riffelung wieder.
Die Front zitiert den M1 etwa mit dem Farbkontrast zwischen schwarzen zurückgesetzte. In der schwarzen Fläche sind hier auch die Scheinwerfer, nicht nur die Zusatzscheinwerfer untergebracht, Schlafaugen gibt es keine mehr. Das Gesicht mit den Doppelscheinwerfern erinnert an einen Alfa Romeo. Wäre statt der BMW-Niere der Alfa-Wappengrill angebracht – der M1 Hommage würde als Alfa durchgehen. Die charakteristische Doppelniere dient der Luftführung zur Motorkühlung und ist darüber hinaus die Front einer Crash-Box - ähnlich dem Monocoque-Chassis eines Formel-1-Rennwagens.
Kraftvoll, verspielt – und am Motor versammelt
Um die verspielten Flächen zu betonen, wurde eigens ein Speziallack namens Liquid Orange kreiert, der je nach Blickwinkel changiert. In der Fahrzeugseite führen alle Linien, Flächen und Details das Auge aus der Front an der langen Motorhaube sowie den klar definierten A-Säulen entlang und verdichten sich zum Zentrum des Fahrzeugs hin. Zwei ausdrucksstarke Linien ziehen aus der Front über die Fahrzeugseite, hin zum Bereich des Motorraums. Die Linienführung beginnt diszipliniert und gerade in der Front, senkt denn optischen Schwerpunkt des BMW M1 Hommage und betont seine niedrige Straßenlage. Ab der Mitte des Fahrzeugs brechen die Linien jedoch auf. Die Kraft des Designs konzentriert sich genau in dem Bereich, wo auch die Kraft des Fahrzeugs liegt - beim Motor.
Ach ja, der Motor. Von dem war noch gar nicht die Rede. Bei BMW leider auch nicht. Was hier unter der Lamellenhaube arbeiten könnte, darüber kann man nur rätseln. Der Ur-M1 hatte jedenfalls einen 3,5-Liter-Reihensechszylinder mit 277 PS.
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