Erstmals bestehe laut Uni Wien so die Möglichkeit, qualitativ hochwertige Ergebnisse aus politikwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen nachhaltig für eine breitere Öffentlichkeit zu nutzen. Bis Ende Juni soll die fertige Basis von EU-Wiki stehen, bis dahin kann das Lexikon als Beta-Version von allen Politikinteressierten genutzt werden.
Mit 41% glauben weniger als die Hälfte der Österreicher zu wissen, wie die Europäische Union funktioniert. Dementsprechend haben nur 41% Vertrauen in die EU und lediglich 38% halten die EU-Mitgliedschaft für "eine gute Sache" (Quelle: Eurobarometer 68).
„Die konstante EU-Skepsis ist unter anderem auf ein Wissensdefizit zurückzuführen, das eine reflektierte Beobachtung und Bewertung von EU-Aktivitäten verhindert und so Nährboden für Skepsis und Ablehnung ist“, weiß Prof. Peter Gerlich vom Institut für Staatswissenschaft der Universität Wien.
EU-Wiki soll Landschaft der Online-Lexika bereichern
Dass das neue EU-Lexikon in Zukunft auch von einer breiteren Öffentlichkeit genutzt wird, davon zeigt man sich an der Uni Wien überzeugt - liegt doch der Zugriff auf Lexika und wissenschaftliche Studien mit 47% unter den Top-10-Anwendungen im Internet.
„Bei Fachbegriffen und Institutionen über die Europäische Union bekommt man allerdings selbst bei der bekannten Online-Enzyklopädie Wikipedia höchst enttäuschende Ergebnisse präsentiert“, so Mag. Roman Pfefferle, der EU-Wiki im Zuge seiner Lehrveranstaltungen als Projektleiter mit den Studierenden erarbeitet. „Dem gilt es entgegenzusetzen. Begrifflichkeiten und Prozesse innerhalb der Europäischen Union sind wichtiger Teil der Lehre und Forschung am Institut für Staatswissenschaft. Das neue EU-Lexikon auf Wiki-Basis beinhaltet allgemein verständliche Lexikoneinträge auf Basis von Ergebnissen aus der Europaforschung und ist damit ein qualitativ hochwertiger Beitrag zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit EU-Themen innerhalb der Bevölkerung.“
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