5 km/h Toleranz?

Mails über Radarfallen verunsichern Autofahrer

Motor
09.04.2008 11:09
Derzeit kursiert wieder mal ein Kettenmail mit dubiosen Falschmeldungen, das die Autofahrer verunsichert. In diesem Hoaxmail, bei dem sich der Verfasser auf die Rechtsabteilung des ÖAMTC beruft, geht es um die Toleranzgrenze von Radargeräten. Diese Grenze soll auf fünf Kilometer pro Stunde herabgesetzt worden sein.

"Das stimmt in dieser Form nicht, weil es keine allgemein gültige Toleranzgrenze gibt. Alleine die Messfehler- und Eichtoleranz bei Radargeräten entspricht fünf Kilometern pro Stunde. Die Geräte sind darüber hinaus trotzdem nie auf Nulltoleranz eingestellt", sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. 

Eine weitere Falschaussage im Hoaxmail ist der Strafrahmen bei Übertretungen von einem bis neun Kilometern pro Stunde. "Der Strafrahmen beträgt nämlich nicht nur 20 Euro, sondern sogar 726 Euro", erklärt der ÖAMTC-Experte. "Oft werden Kettenmails aus ein paar Halbwahrheiten zusammengestückelt." Der Clubexperte rät zum Ignorieren solcher E-Mails. 

Der genaue Wortlaut des derzeit kursierenden Kettenmails: 

ACHTUNG: KEIN SCHERZ !!!

Eine vertrauliche Information die von der ÖAMTC-Rechtsabteilung bestätigt wurde. Aus einer verlässlichen Quelle der Polizei. Von der Radargruppe war zu erfahren, dass über politische Weisung ab sofort alle Radargeräte nur mehr mit einer Toleranz von !!!!!!!!!!!!!! 5 km/h !!!!!!!!!!!!!!!!!!! eingestellt werden. Also langsam fahren oder rechtzeitig bremsen. Beispiel bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h wirst du bereits ab 55 geblitzt, bei festgestellten 56 km/h erfolgt eine Abstrafung bzgl. Überschreitung von 1 km/h. Strafrahmen ist hierbei Übertretung von 1 bis 9 km/h. Also ca. 20 EURO. Das ist kein Witz!! Bitte allen Autofahrern in deinem Bekanntenkreis mitteilen.

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