Mo, 18. Juni 2018

Härtere Strafen

03.10.2007 18:55

Alkolenker werden künftig strenger bestraft

Die angekündigten härteren Strafen für Verkehrssünder werden kommen: Innenminister Günther Platter und Verkehrsminister Werner Faymann haben sich im Ministerrat am Mittwoch darauf geeinigt, schärfere Bußen für Alkohol und Telefonieren am Steuer sowie für Geschwindigkeitsübertretungen einzuführen.

Künftig müssen Lenker schon ab 0,5 Promille mit einer Nachschulung rechnen und beim zweiten Mal den Schein abgeben. Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung wird doppelt so teuer, und die Mindeststrafe für Tempoüberschreitungen über 30 km/h wird auf 72 Euro angehoben.

Führerschein wird schneller entzogen
Konkret droht beim Fahren zwischen 0,5 und 0,8 Promille beim ersten Delikt weiterhin kein Führerscheinentzug, sondern eine Nachschulung sowie eine Geldstrafe. Beim zweiten Mal ist das Papier künftig aber für einen Monat weg, beim dritten entsprechenden Vergehen wird der Führerschein für drei Monate eingezogen. Nach der derzeit geltenden Regelung muss der betreffende Lenker seine Fahrberechtigung erst beim dritten Verstoß abgeben - für mindestens drei Monate.

Handytelefonieren am Steuer teurer
Das Handytelefonieren am Steuer wird entgegen früheren Überlegungen doch nicht in das Vormerksystem einbezogen. Dafür wird die Strafe von 25 auf 50 Euro verdoppelt.

Im Sinne der grenzüberschreitenden Strafverfolgung werden Raser künftig ebenfalls mit einem höheren Betrag zur Kasse gebeten. Wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um mehr als 30 km/h überschreitet, muss - egal ob Überland oder in Ortsgebieten - mindestens 72 Euro zahlen. Das ist jener Betrag, ab dem Geldstrafen innerhalb der EU grenzüberschreitend eingetrieben werden können. Inkrafttreten soll das Gesetz, wenn es nach dem Wunsch Faymanns geht, bereits mit 1. Jänner 2008.

Die Maßnahmen finden bei den Interessensvertretern breite Unterstützung: ARBÖ, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und Verkehrsclub Österreich (VCÖ) haben die geplanten Verschärfungen begrüßt. Der ÖAMTC forderte Augenmaß und eine scharfe Bestrafung für Hochrisikolenker. Auch die Grünen lobten die Maßnahmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.