Dass der rote Renner bei Weitem weniger unter der Haube als in der Optik hat, sieht man ihm nicht an. 95 PS leistet der BMW-Peugeot-koproduzierte 1,4-Liter-Motor, auf den ersten Blick (und auch beim Reinsetzen) würde man sich die vollen 175 erwarten, die er in seiner höchsten Ausbaustufe zu leisten imstande ist. Aber flotter und hetziger lassen sich knapp 100 PS nicht verpacken. Sogar der Sound passt, und das ist gut so; schließlich soll dieser Mini One an die drei Monte-Carlo-Gesamtsiege des Mini mit der Startnummer 37 erinnern. Rallye-Gene also. Oder ist 37 das maximale Alter, in dem man dieses Auto kaufen darf?
Und auch wenn der Motor unten herum ein wenig schwach auf der Brust ist: Der Spaß fährt immer mit. Auch in Basismotorisierung wieselt der Mini um die Ecke wie kein anderer Kleinwagen. Mit kürzer gestuftem Getriebe wäre der Spaß sicher noch größer, denn drehen kann er, der Vierzylinder. 10,9 Sekunden vergehen von 0 auf 100, 185 km/h ist das Maximaltempo.
Klein, aber doch zu lang
Wenn man zwischendurch dazukommt, freut man sich über den gelungen spritzigen Innenraum, auch wenn das Leder in Rooster Red extra kostet. Dreifarbigkeit, viel Rundes und knapp geschnittene Sportsitze. Der riesige Tacho in der Mitte dient eher der Information der Mitfahrer, der Fahrer sollte in den Bordcomputer investieren und das Tempo auf dem kleinen Digitaldisplay im Drehzahlmesser ablesen.
Das technische Innenleben der Bedienung kennt man aus den BMW-Modellen ohne i-Drive, tadellos also: flexibel belegte Knöpfe am Radio, Tippfunktion für den Blinker, Startknopf, den man nicht festhalten muss, bis der Motor läuft.
So, wie er dasteht, kostet der Testwagen satte 22.000 Euro, was für einen 95-PS-Kleinwagen nicht nach einem Schnäppchenpreis aussieht. Um ein paar Hunderter mehr gibt es bereits den Mini Cooper S mit 175 PS in Basisausstattung, aber das Wühlen in der Aufpreisliste passt gut zum Mini. Wer aus Kostengründen ein kleines Auto sucht, muss sich etwas bescheiden; der Mini-Einstieg beginnt bei 16.600 Euro. Das Wieselfahrwerk ist da schon drin.
Stephan Schätzl
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.