Etwas länger als der X5, dafür etwas flacher und von der Ausrichtung her deutlich sportlicher, wobei ja schon der X5 kein Kind von Traurigkeit ist. Sports Activity Coupé nennt man das in München, wo man für die anderen großen Xe den Begriff Sports Activity Vehicle (SAV) geprägt hat. So ist der X6 das erste Auto mit der so genannten Dynamic Performance Control, die für einzigartige Spurstabilität und Präzision in jeder Fahrsituation sorgen soll. xDrive sowieso.
Der Auftritt ist mehr als stattlich, so etwas wünschen sich nicht nur kleingewachsene Männer. Voluminöse 21-Zoll-Räder in kräftig ausgestellten Radhäusern, beinahe wuchtige Trittbretter, eine abfallende Dachlinie, die in ein kraftvolles Heck mündet, sinnbildlich für eine energische männliche Körpermitte. Die dynamisch ansteigende seitliche Sickelinie und der nach hinten hin wachsende Abstand zwischen Schulter- und Schwellerlinie erzeugen eine dynamische Keilform. Alles scheint zu sagen: Je größer, desto besser.
Dabei steht der X6-Fahrer über den Dingen, Dank großzügiger Bodenfreiheit. Ebenso großzügig ist auch die Beatmung des X6, er muss tief Luft holen können, dazu hat er große Lufteinlässe, die den hohen Kühlbedarf des Motors offenbaren und den Wagen optisch niedriger erscheinen lassen. Hinten tragen die Heckleuchten und die weit außen positionierten Auspuffendrohre und die horizontalen Linien bewusst auf.
Der Antrieb ist Hybrid
Für Vortrieb sorgen insgesamt drei Motoren, ein Benziner und zwei Elektromotoren. Die Kraft wird über das „Two-Mode-Aktivgetriebe“ übertragen, zwei Betriebsarten stehen zur Verfügung: eine für das Anfahren und niedriges Tempo, eine für höhere Geschwindigkeiten. Auf diese Weise erfolgt die optimale Ausnutzung des erzeugten Drehmoments in Abhängigkeit von der Fahrsituation. Das Aktivgetriebe ist ein weiter entwickeltes stufenloses CVT-Getriebe, das auch feste Übersetzungsverhältnisse verpasst bekommen hat. Bei reiner Elektro-Fahrt schiebt sich der hintere (aus gefrästem Alu bestehende) Unterfahrschutz über die Auspuffendrohre, was dem Hintermann signalisiert: Hier wird abgasfrei gefahren. Beleuchtungselemente an der Karosserie unterstreichen das zusätzlich.
Die Verbrauchs- und Emissionswerte sollen um bis zu 20 Prozent geringer sein als bei einem vergleichbaren Fahrzeug mit herkömmlichem Antrieb.
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