05.04.2007 13:50 |

Virtuelle Casinos

Illegales Glücksspiel: Second Life droht Klage

Der Mensch liebt das Laster - das ist auch in der virtuellen Welt von Second Life nicht anders. Da wie dort ist illegales Glücksspiel allerdings nicht gern gesehen, weshalb nun das amerikanische FBI gegen die Betreiber von Linden Labs wegen Verstoßes gegen US-Gesetze im Internet ermittelt.

Anwälte sind der Meinung, dass die virtuellen Casinos gegen ein 2006 erlassenes Glücksspielverbot im Internet oder das Gesetz gegen illegales Glückspiel von 1970 verstoßen. Sollten Prüfungen des amerikanischen FBI ergeben, dass das virtuelle Glücksspiel gegen geltendes US-Gesetz verstößt, droht Linden Lab eine Anzeige.

Allerdings ist bislang unklar, ob und inwieweit die Erfinder der virtuellen Welt von Second Life für derlei Verstöße verantwortlich gemacht werden können. Ginsu Yoon, Vizepräsident für wirtschaftliche Angelegenheiten bei Linden Labs, betonte, dass man gerne Richtlinien für das virtuelle Glücksspiel erarbeiten wolle, derzeit aber klare Vorgaben der Behörden fehlen würden.

In der virtuellen Welt von Second Life gibt es hunderte Casinos. Die drei größten Spielhallen machen nach Angaben ihrer Besitzer pro Monat einen eher bescheidenen Gewinn von 1.100 Euro.

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