Die Tiroler Touristikerin Martha Schultz ist am Freitag mit 99,3 Prozent der Stimmen zur neuen Präsidentin des ÖVP-Wirtschaftsbundes gewählt worden. „Du hättest dich ruhig selbst wählen können“, kommentierte Wahlleiter Peter Haubner das Ergebnis.
Man wolle sowohl in der Volkspartei als auch im Parlament und in der Regierung wieder mehr Gehör finden, sagte Schultz. Der Weg dürfe nicht jenen aufbereitet werden, die mit allzu simplen Versprechen Lösungen vorgaukelten, ergänzte sie in Richtung politische Wettbewerberinnen und Wettbewerber. „Der Wirtschaftsbund war immer stark, wenn er Haltung gezeigt hat“, ist die 63-Jährige überzeugt. Sie folgt dem zurückgetretenen Harald Mahrer nach, dem sie in ihrer Rede für seine Arbeit dankte. „Weiter wie bisher“ sei aber „keine Option“. „Wir müssen liefern.“ Mahrer sei nämlich „zurückgetreten, damit wir nach vorne gehen können“. In der Wirtschaftskammer (WKÖ) ist Schultz Mahrer bereits nachgefolgt.
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) lobte Schultz als „erfahrene Unternehmerin, die Anliegen der heimischen Wirtschaft kennt“. Sie sei „eine wesentliche Brücke zwischen Politik und Betrieben“ und bringe alles mit, „um notwendige Reformen umzusetzen und so das Vertrauen der Unternehmerinnen und Unternehmer in die Wirtschaftskammer zu stärken“.
Stellvertreter auf zwei reduziert
Beim Wirtschaftsbund wurde nun die Zahl der stellvertretenden Vorsitzenden reduziert. Der Wiener Walter Ruck, der sich zuletzt mit Postenschachervorwürfen konfrontiert sah, der Steirer Josef Herk, der Salzburger Peter Buchmüller, Oberösterreichs Doris Hummer und Niederösterreichs Wolfgang Ecker – verloren ihre Positionen. Nun gibt es nur mehr zwei Stellvertretende: Neben Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl ist Burgenlands Kammerpräsident Andreas Wirth in den Vorstand aufgerückt.
Mit ÖVP-Parlamentarierin Tanja Graf hat der Wirtschaftsbund seit Jänner auch eine Frau als Generalsekretärin. Sie ersetzte Kurt Egger, ebenso ein Abgeordneter zum Nationalrat.
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