Fr, 19. April 2019
12.12.2017 23:54

Stinker-Rückruf

Schon wieder Abgasbetrug: Der aktuelle VW Touareg!

Dieselskandal und kein Ende - auch mehr als zwei Jahre nach der Entdeckung von Selbstzündermotoren mit manipulierter Abgasreinigung in Fahrzeugen des Volkswagenkonzerns. Nach dem Produktionsstopp des VW T6 vor wenigen Tagen geht es jetzt um den aktuellen VW Touareg. Bei dem SUV hat der Hersteller offensichtlich betrogen, das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat wegen unzulässiger Abgastechnik einen Rückruf der Modelljahre 2014 bis 2017 angeordnet.

Weltweit sind insgesamt 57.600 Fahrzeuge betroffen, davon 25.800 in Deutschland und 1493 in Österreich. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge mit einem Drei-Liter-Motor, der nach der neuen Euro-6-Norm homologiert ist. Die Produktion von Neufahrzeugen habe Volkswagen bereits umgestellt, so die Behörde. Eine von VW vorgelegte neue Version der Abgas-Software sei vom KBA inzwischen geprüft und freigegeben worden.

Harnstoffeinspritzung eingeschränkt
Das Kraftfahrtbundesamt stellte bei den Touareg-Dieselautos zwei unzulässige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung fest. Zum einen springt demnach auf dem Prüfstand eine "schadstoffmindernde Aufwärmstrategie" an - die dann aber auf der Straße überwiegend nicht aktiviert werde. Zum zweiten sei bei Fahrzeugen mit SCR-Abgaskatalysator eine Strategie eingesetzt worden, die unter bestimmten Bedingungen die Nutzung der Harnstofflösung AdBlue unzulässig einschränkt.

Ein SCR-Katalysator gilt eigentlich als modernste Lösung für eine bessere Abgasreinigung. Zusammen mit der AdBlue-Lösung, die in den Abgasstrom eingespritzt wird, werden dabei die gesundheitsschädlichen Stickoxide reduziert und zurück in Stickstoff umgewandelt.

Der Diesel-Abgasskandal belastet den gesamten VW-Konzern seit mehr als zwei Jahren. Das KBA hatte bereits für 2,5 Millionen Autos von VW Rückrufe angeordnet, um eine illegale Abgas-Software zu entfernen. Die weitaus meisten Autos sind laut VW inzwischen nachgerüstet.

Ein Verdacht, dass es auch beim VW-Touareg Unregelmäßigkeiten geben könnte, war schon im Sommer publik geworden. Ende Juli hatte der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt mitgeteilt, auch die VW-Tochter Porsche habe - beim Cayenne - eine illegale Abgas-Software eingesetzt und einen Pflicht-Rückruf angeordnet. Der betroffene Touareg hat baugleiche Teile mit dem Cayenne. Zuvor hatte es auffällige Abgaswerte bei Audi gegeben, daraufhin wurde Porsche genauer in den Blick genommen. Porsche hatte für die Diesel-Variante des Cayenne Motoren der VW-Konzernschwester Audi verwendet.

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