Trump gibt sich eisern

Sein „perfekter“ Arztbesuch heizt Spekulationen an

Ausland
26.05.2026 20:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat in jüngster Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Eine Routineuntersuchung sei nun „perfekt“ verlaufen. Auf Details verzichtete das Weiße Haus jedoch vorerst – was Spekulationen weiter anheizt.

Trump hat sich einer turnusgemäßen ärztlichen Untersuchung unterzogen und danach von einem guten Ausgang geschwärmt. „Alles verlief PERFEKT“, schrieb der Republikaner nach der Rückkehr von einem Militärkrankenhaus bei Washington auf der Plattform Truth Social. Trump gab keinerlei Details zu dem Befund oder den Ergebnissen preis. Wann das Weiße Haus genauere Informationen zur Untersuchung veröffentlichen wird, war zunächst unklar.

Kritiker bemängeln, dass die Veröffentlichungen zu Trumps Gesundheit oft rosige Worte enthielten, aber kaum unabhängig nachprüfbare Fakten.

Für den 79-Jährigen war es bereits der dritte solche Termin in den vergangenen 13 Monaten. Nach der letzten regulären jährlichen Untersuchung hatte Leibarzt Sean Barbabella dem Präsidenten eine „hervorragende Gesundheit“ bescheinigt.

In den USA gehört es zu den Eigenheiten des Politikbetriebs, dass Präsidenten regelmäßig öffentlich Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben – nicht, weil es gesetzlich vorgeschrieben wäre, sondern weil es sich im Laufe der Jahre so eingebürgert hat.

US-Präsident leidet an chronischem Beinvenenleiden
Trump stellt sich selbst gerne immer wieder das Zeugnis aus, topfit für sein Alter zu sein. Im Wahlkampf hatte er seinen Vorgänger, den Demokraten Joe Biden (83), dahingehend immer wieder attackiert und beleidigt. Jedoch gibt es um Trumps Gesundheitszustand immer wieder viele Spekulationen.

Kritiker nennen den Republikaner mittlerweile „Dozy Don“, da Trump bei öffentlichen Terminen häufig wegnickt bzw. erschöpft wirkt (siehe Tweet oben). Aus dem Weißen Haus hieß es dazu zuletzt, dass der „Commander-in-Chief“ lediglich lange blinzeln würde, um seine Augen zu schonen. So könne er sich besser auf das Gesagte und wichtige Inhalte konzentrieren. 

Im Juli horchten viele zudem auf, als bekannt wurde, dass Trump vorsichtshalber wegen „leichter Schwellungen“ im unteren Bereich seiner Beine erneut untersucht wurde. Wie das Weiße Haus in der Folge mitteilte, leidet Trump demnach an einer chronisch venösen Insuffizienz – also einer Erkrankung der Beinvenen, die vor allem bei älteren Menschen vorkommt. Trump wird am 14. Juni 80 Jahre alt.

Trumps Knöchel sind häufig geschwollen.
Trumps Knöchel sind häufig geschwollen.(Bild: AP/Alex Brandon)

Nach einer weiteren Untersuchung in dem Militärkrankenhaus in Bethesda am Rande der Hauptstadt im Oktober war Trump nach Angaben seines Leibarztes nicht nur kerngesund, sondern deutlich besser in Schuss als es sein Alter vermuten ließe. Barbabella kam damals zu dem Schluss, Trump habe das Herz und Gefäßsystem eines 65-Jährigen.

Blutergüsse an Trumps Händen
Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand wurden in seiner zweiten Amtszeit immer wieder angeheizt – unter anderem als Aufnahmen von teils offenbar überschminkten Blutergüssen an seinen Händen und geschwollen wirkenden Beinen im Netz die Runde machten.

Auf einen festen Händedruck reagiere Trump mittlerweile empfindlich, heißt es ...
Auf einen festen Händedruck reagiere Trump mittlerweile empfindlich, heißt es ...(Bild: AFP/SAUL LOEB)

Trump erklärte die Blutergüsse mit häufigem Händeschütteln, seine Sprecherin Karoline Leavitt nannte zusätzlich auch noch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten als Ursache.

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