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23.08.2017 12:14

VW T-Roc: Das Klein-SUV legt sich mächtig ins Zeug

VW startet die nächste SUV- bzw. Crossover-Baureihe: Der VW T-Roc feierte am Mittwochabend Weltpremiere und soll ab Dezember die ebenso erfolgsverwöhnten wie derzeit dieselkrisengebeutelten Wolfsburger auch in schwierigerem Gelände weiterbringen. Dafür bekommt der A-Segmentler Allradantrieb, aber auch modernste Ausstattung, die ihm eine Premiumanmutung verpassen soll.

So visiert man bei VW nicht nur Opel Mokka, Mazda CX3, Renault Kadjar, Nissan Qashqai oder auch Fiat 500X und Mini Countryman als Konkurrenten an, sondern will auch dem Mercedes GLA das Leben schwer machen.

Das soll einerseits mit frischem Design inklusive (optionalen) LED-Scheinwerfern gelingen, andererseits mit Highlights wie volldigitalen Instrumenten (Active Info Display) und Top-Navitainment mit bis zu 8 Zoll großem, glasüberbautem Touchscreen. Weil der VW T-Roc auf dem Modularen Querbaukasten aufbaut (wie inzwischen alles vom Polo bis zum Passat), stehen alle Möglichkeiten offen - und weil wir hier von der Kernmarke des Konzerns sprechen, greift VW auch zu, ohne irgendetwas zurückzuhalten, was gut und teuer ist und gut fürs Image ist. Top-Smartphone-Vernetzung ist Ehrensache, darüber hinaus werden auch Dienste wie Notruf-Service, automatische Unfallmeldung oder auch Parkplatzsuche an. Für Music-Freaks gibt es ein 300-Watt-Audiosystem von Beats.

Der Assistenzkaiser im Segment
Grundsätzlich serienmäßig im VW T-Roc sind Multikollisionsbremse, aktiver Spurhalteassistent sowie das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit Fußgängererkennung und City-Notbremsfunktion. Ansonsten reichen die Optionen von der Müdigkeitserkennung über Adaptivtempomat, Stauassistent, Rückfahrkamera und Verkehrszeichenerkennung bis hin zu Parklenkassistent und Ausparkassistent, der vor nachfolgendem Verkehr warnt.

Golf-Format eine Klasse drunter
Man kann sagen, der VW T-Roc ist gewissermaßen das VW-SUV der Polo-Klasse, vom Format her entspricht er aber eher dem VW Golf: Mit 4,23 m ist er nur 3 cm kürzer, was er durch 2 cm mehr in der Breite wett macht (1,82 m). Der Radstand ist mit 2,60 m nur 2 cm kürzer als beim Golf, den der T-Roc mit 1,57 m Höhe um 8 cm überragt. Im Vergleich zum nächstgrößeren Softroader fehlen dem Kleinen 25 cm in der Länge.

Auf dieser relativ kleinen Grundfläche bietet der T-Toc jede Menge Platz, vor allem der Kofferraum ist mit 445 Litern bis zur Lehnenoberkante ganz vorn dabei. Klappt man die 60:40 geteilte Rücksitzlehne des Fünfsitzers um, ergeben sich 1290 Liter Ladefläche.

Fährt sich wohl wie ein Großer
Was Antriebs- und Fahrwerksmöglichkeiten betrifft, schöpft der VW T-Roc ebenfalls aus dem Vollen: So ist er mit der ursprünglich mit dem Golf GTI eingeführte Progressivlenkung erhältlich und kann sogar mit adaptiver Fahrwerksregelung ausgestattet werden.

Einstiegsmotor ist der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 115 PS, der nur mit manuellem Sechsganggetriebe und Frontantrieb erhältlich ist. Das gilt auch für den gleich starken 1,6-Liter-Turbodiesel. Darüber rangieren der 150-PS-Benziner sowie die Zweiliter-TDI mit 150 oder 190 PS, für die auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und/oder Allradantrieb erhältlich sind (beides ist beim Topmotor obligatorisch).

Bestellbar ist der VW T-Roc ab September, Preise werden für Österreich noch nicht genannt - es ist bisher nur von der 20.000-Euro-Klasse die Rede. Die ist allerdings angesichts der gewaltigen Optionsliste relativ relativ…

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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