Verdächtige Handyfotos

Louvre-Raub: Mögliche Spur weist nach Belgien

Ausland
01.06.2026 19:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Monate nach dem aufsehenerregenden Kunstraub im Pariser Louvre ist eine neue Spur aufgetaucht. Ermittler in Belgien sollen bei laufenden Untersuchungen auf mögliches Beweismaterial gestoßen sein. Ob sich daraus auch neue Erkenntnisse zum Verbleib der Beute ergeben, ist noch offen.

Nach dem Kunstraub mit einer Hebebühne im Pariser Louvre im Oktober zeichnet sich möglicherweise eine neue Spur nach Belgien ab. Medienberichten zufolge entdeckten belgische Ermittler auf den Mobiltelefonen mehrerer festgenommener Diebe Fotos aus dem Inneren des Louvre, darunter auch Aufnahmen der Galerie d’Apollon, in der sich der Raub ereignet hatte. Frankreich und Belgien haben demnach gemeinsame Ermittlungen aufgenommen. Die Pariser Staatsanwaltschaft wollte die Berichte weder bestätigen noch dementieren.

Kronjuwelen noch nicht aufgetaucht
Die Bilder wurden laut den Zeitungen auf den Handys von Verdächtigen aus Osteuropa gefunden, die auf Frachtdiebstähle spezialisiert sein sollen. Die Auswertung des Materials dauert aber noch an. Nach Angaben aus Justizkreisen soll geprüft werden, ob Verbindungen zwischen den in Belgien festgenommenen Frachtdieben und den vier in Frankreich inhaftierten Tatverdächtigen bestehen. Diese sollen am 19. Oktober 2025 in den Louvre eingedrungen sein und dort Kronjuwelen im geschätzten Wert von 88 Millionen Euro gestohlen haben. Der Verbleib der Beute ist weiterhin ungeklärt.

Französische Polizisten patrouillieren Mitte Oktober vergangenen Jahres vor dem Louvre, nachdem ...
Französische Polizisten patrouillieren Mitte Oktober vergangenen Jahres vor dem Louvre, nachdem dort der Raubüberfall stattgefunden hatte.(Bild: AFP/DIMITAR DILKOFF)

Der spektakuläre Einbruch hatte weltweit für Aufsehen gesorgt und eine Diskussion über die Sicherheitsvorkehrungen des Museums ausgelöst. Die damalige Museumschefin hat ihr Amt inzwischen niedergelegt. Nach bisherigen Erkenntnissen parkten die Täter einen mit einer Hebebühne ausgestatteten Lastwagen neben dem Museum. Während zwei Komplizen auf Motorrollern vor dem Gebäude warteten, gelangten zwei weitere mithilfe der Hebebühne auf einen Balkon im ersten Stock. Von dort drangen sie durch ein Fenster in das Museum ein und bedrohten auch Mitarbeiter. Die Tat dauerte nur wenige Minuten.

Bereits kurz nach dem Einbruch hatten die französischen Behörden ihre belgischen Kollegen eingeschaltet. Sie befürchteten, die gestohlenen Juwelen könnten über den Schwarzmarkt der Antwerpener Diamantenhändler weiterverkauft werden. Vermutlich wurde dort der Schmuck von Reality-TV-Star Kim Kardashian im Millionenwert verkauft, der ihr 2016 bei einem Raubüberfall in Paris gestohlen wurde.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung