Di, 14. August 2018

Ab Frühjahr 2018

22.08.2017 20:08

Dieselgipfel: Software-Update für 600.000 Autos

Der Dieselgipfel am Dienstag im Verkehrsministerium in Wien hat wenig Überraschendes gebracht: 600.000 Dieselautos erhalten ein Software-Update, eine Hardware-Erneuerung kommt nicht. Zusätzlich soll es eine Prämie von den Herstellern für den Umstieg auf einen emissionsärmeren Diesel geben. Wie hoch diese ist, hängt von jedem einzelnen Hersteller ab. Die Software-Updates werden im Frühjahr 2018 anlaufen.

An den Gesprächen nahmen nach Angaben des österreichischen Verkehrsministeriums Vertreter von Mercedes-Benz, BMW, Kia, Ford, Renault, Porsche, Volkswagen, Audi, Seat, Skoda, Hyundai, Mitsubishi und Opel teil.

Das Update umfasst freiwillige Software-Umrüstungen genauso wie Updates im Rahmen der Rückholaktion. Zudem haben die Hersteller in Aussicht gestellt, Autofahrer zusätzliche Anreize zu bieten, um das Software-Update durchzuführen, wie etwa Gutscheine.

Hersteller: "Keine Nachteile durch Software-Update"
Die Hersteller garantieren, dass es durch das Software-Update zu keinen Nachteilen bei der Gewährleistung kommt. Wie diese Garantie aussehen soll, ist aber noch offen. Allerdings drängt die Zeit ohnehin nicht, denn laut Günther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure, dauert es ein halbes Jahr bis die Software fertig ist. Dass die Prämie der Hersteller die Kundenrabatte auffressen könnte, verneinte Kerle. Für den Wechsel auf ein umweltfreundlicheres Fahrzeug erhalten die Autofahrer künftig einen Öko-Bonus.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) sprach nach dem Gipfel davon, dass das Ergebnis gegenüber der deutschen Einigung "aufgefettet" wurde. "Mit den Sofortmaßnahmen haben wir jetzt ein Akut-Paket für unsere Autofahrer, für die Umwelt reicht mir das aber noch nicht", sagte Leichtfried am Dienstag.

"Ziel, ab 2030 nur mehr schadstofffreie Autos neu zulassen"
Im Herbst wolle Leichtfried daher die Abgasstrategie 2030 für sauberen Verkehr in Österreich vorlegen. Zum Auftakt im September hat der Minister NGOs, Autofahrerklubs, Industrie, Bundesländer und Kommunen eingeladen. Ziel ist, dass ab 2030 nur mehr schadstofffreie Autos neu zugelassen werden. Das soll jedoch nicht über Verbote, sondern über Anreize erreicht werden. "Ich will den Verkehr sauber und leistbar machen. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen", so Leichtfried.

 krone.at
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