Massive Verschmutzungen durch Vogelkot ortet die ÖVP in Krems (NÖ) und fordert Maßnahmen. Der zuständige FPÖ-Stadtrat kontert, dass konkrete Schritte bereits längst geplant seien. Erste Vorzeichen auf den Gemeinderatswahlkampf?
Eigentlich gelten sie ja als das Friedenssymbol schlechthin. In Krems wird ihnen diese Rolle aber derzeit wohl eher nicht zugedacht. Denn die Tauben in der Stadt sorgen im Jahr vor der Gemeinderatswahl für politische Streitigkeiten.
Ärger über Verschmutzung
Eine Taubenplage ortet die ÖVP vor allem im Bereich des Bahnhofs. „Massive Verschmutzungen durch Vogelkot prägen hier das Ortsbild“, klagte Gemeinderat Patrick Mitmasser. Im Gemeinderat forderte Mitmasser jüngst ein Maßnahmenpaket gegen die gurrenden Vogelschwärme: „Der Bahnhofsplatz ist ein Eingangstor in die Stadt.“ Es dürfe nicht sein, dass dort „Verschmutzung, Geruchsbelästigung und Verwahrlosung zum Dauerzustand werden“. Dass SPÖ und FPÖ den Antrag ablehnten, gefährde die Lebensqualität in Krems, wettert die ÖVP.
Schritte zur Eindämmung der Taubenpopulation sind schon in Umsetzung, Gespräche mit Amtstierarzt und Tierschutzorganisationen haben bereits stattgefunden.
FPÖ-Stadtrat Christoph Hofbauer
Betreuter Taubenschlag geplant
Der Konter kommt von FPÖ-Stadtrat Christoph Hofbauer, der für Tierschutz zuständig ist und der ÖVP „Wahlkampfgetöse“ vorwirft. Immerhin steht ja im kommenden Jahr in Krems die Gemeinderatswahl an. „Schritte zur Eindämmung der Taubenpopulation sind schon in Umsetzung, Gespräche mit Amtstierarzt und Tierschutzorganisationen haben bereits stattgefunden“, betont Hofbauer. Konkret soll ein betreuter Taubenschlag errichtet werden, wo die Vögel artgerecht versorgt und ihre Eier gegen Gips-Imitate getauscht werden.
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