24.05.2017 09:44 |

Pädophiler schuldig

Vergewaltigungen online bestellt: 12 Jahre Haft!

Ein Däne, der auf dubiosen Online-Portalen für die Vergewaltigung minderjähriger Philippiner zahlte und sich die Taten live im Netz ansah, muss für zwölf Jahre ins Gefängnis. Ein Bezirksgericht im dänischen Glostrup urteilte zudem, der 70-Jährige habe sich wegen des Besitzes von Kinderpornografie sowie Inzest schuldig gemacht.

Insgesamt wurden ihm mehr als 340 Fälle zur Last gelegt, in denen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auf den Philippinen für ihn an live im Internet übertragenen Sex-Shows teilnahmen oder sexuell missbraucht wurden.

Manche Opfer waren offenbar erst sieben
In den Sex-Shows, die sich der Pensionist ansah, sollen viele Kinder im Alter unter zwölf Jahren zu sehen gewesen sein, darunter auch Sieben- bis Achtjährige. Ein Tipp des FBI hatte die dänischen Ermittler auf die Spur des Mannes gebracht. Im Februar 2016 war der 70-Jährige wegen der Vergewaltigungen auf Bestellung festgenommen worden. Seitdem saß er in Untersuchungshaft.

Der Däne sah sich dies von seinem Computer in seinem Haus in einem Vorort in Kopenhagen aus im Livestream an und bezahlte dafür. Die Verbrechen fanden dem Gericht zufolge zwischen 2011 und der Festnahme des Mannes 2016 statt.

Als Beweismittel sicherten Datenexperten der dänischen Nationalpolizei Computerdaten, darunter 4700 Seiten Chat-Protokolle, in denen der Mann verschiedene Sex-Verbrechen an den Minderjährigen in Auftrag gab.

So einen Fall hatte die Polizei noch nie
Nie zuvor hat es die dänische Polizei laut eigenen Angaben mit einem so extremen Fall sexuellen Missbrauchs über das Internet zu tun gehabt. "Das ist die größte Sache, die uns bisher untergekommen ist", sagte Flemming Kjærside, Ermittler für Computer-Kriminalität, bereits bei Prozessauftakt.

Staatsanwältin Helene Braedder begrüßte, dass das Gericht die Beweise anerkannt habe. Mit dem Urteil sei ein "ungewöhnlich schwerer" Fall zum Abschluss gebracht worden. Der Verurteilte erwägt derweil, in Berufung zu gehen, wie der Sender TV2 berichtete.

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