28.04.2017 08:54 |

Informationsfeldzüge

Facebook rüstet sich gegen staatliche Manipulation

Facebook hat zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen angekündigt, um Manipulationen der öffentlichen Meinung durch Regierungen oder andere Akteure zu verhindern. Die neuen Maßnahmen zielten auf "subtilere und heimtückischere Formen von Missbrauch" als Hackerangriffe oder Betrügereien ab, hieß es am Donnerstag in einem Report des Konzerns. Sie richteten sich etwa gegen "Versuche, den öffentlichen Diskurs zu manipulieren und Menschen zu täuschen".

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Die neuen Maßnahmen sind Teil der Bemühungen von Facebook, "Fake News", also Falschinformationen, in seinem Netzwerk zu bekämpfen. Dabei sollen auch schwerer nachweisbare Manipulationen durch staatliche und nicht-staatliche Akteure verhindert werden. So soll die Sicherheitsabteilung von Facebook gegen "Informationsfeldzüge" vorgehen, die darauf abzielen, "die inländische oder ausländische politische Stimmung zu verzerren".

In dem Report werden drei Hauptziele dieser Bemühungen festgelegt: die "gezielte Datensammlung" von Regierungen, um Dissidenten zu lokalisieren und zu bekämpfen, die Verbreitung von Fake News über das soziale Netzwerk sowie "falsche Vervielfältigung", also etwa automatisierte Meinungsäußerungen durch sogenannte Bots.

US-Wahl: Facebook räumt "Muster von Informationsfeldzügen" ein
Facebook war vorgeworfen worden, zur Verbreitung von Falschinformationen während des US-Präsidentschaftswahlkampfs beigetragen zu haben. Das Unternehmen vertrat den Standpunkt, keinen größeren Einfluss auf die Wähler gehabt zu haben. In dem Report räumte Facebook nun jedoch ein, dass es "Muster von Informationsfeldzügen" festgestellt habe.

"Wir haben keinen Beweis, dass Facebook-Konten im Zuge dieser Aktivität beeinträchtigt wurden, aber trotzdem haben wir diese Bemühungen festgestellt und beobachtet, um die authentischen Verbindungen zu schützen, die unsere Plattform ausmachen", hieß es in dem Facebook-Report.

Zu den Akteuren der Manipulationsversuche könne Facebook keine definitiven Angaben machen, seine Daten widersprächen aber nicht dem Befund der US-Geheimdienste, dass Russland den Wahlausgang habe beeinflussen wollen.

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