Die Konjunkturstimmung in Österreich wird weniger schlecht. Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs sorgt für diese Entwicklung. Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator stieg im Mai zwar, blieb aber mit 1,4 Punkten dennoch im Minus.
Es gebe eine Verbesserung der Konsumentenstimmung und einen „nachlassenden Pessimismus“ in der Industrie, aber Konjunktursorgen am Bau und im Dienstleistungssektor nehmen weiter zu, heißt es in einer Aussendung der Bank Austria am Montag.
Im zweiten Quartal dürfte die österreichische Wirtschaft stagnieren, aber im zweiten Halbjahr sei ein moderates Wachstum möglich. Für das Gesamtjahr erwarten die Bank-Ökonomen unverändert ein Plus von 0,8 Prozent. Aber die Arbeitslosenquote dürfte auf 7,5 Prozent, die Inflation auf 3,4 Prozent steigen. Auch rechnen sie mit einer weiteren Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte im September.
Stimmung in der Wirtschaft schlecht
Trotz Aufwärtstendenzen in den letzten drei Monaten liegt das Stimmungsbild in der Industrie wegen Kostenbelastung durch die hohen Energiepreise sowie die starke Lohndynamik der Vorjahre weiter deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Sorgen erhöhten sich im Bau, aber auch im Transport- und Lagerwesen sowie im Gast- und Beherbergungsgewerbe und in den Reisebüros.
„Die Stimmung lag in allen Sektoren der heimischen Wirtschaft zur Mitte des zweiten Quartals 2026 im pessimistischen Bereich – im Dienstleistungssektor und am Bau noch weiter unter dem langjährigen Durchschnitt als im Vormonat“, fasst Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer zusammen.
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