06.04.2017 09:27 |

Von der Leyen:

Deutschland will bei Cyber-Attacken zurückschlagen

Die deutsche Bundeswehr darf sich nach Ansicht von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Falle einer Cyber-Attacke auch offensiv verteidigen. "Wenn die Netze der Bundeswehr angegriffen werden, dann dürfen wir uns auch wehren", sagte die CDU-Politikerin in Bonn bei der Eröffnung des neuen Kommandos Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr.

"Sobald ein Angriff die Funktions- und Einsatzfähigkeit der Streitkräfte gefährdet, dürfen wir uns auch offensiv verteidigen." Im Inland würden andere staatliche Institutionen einbezogen. "In den Auslandseinsätzen ist die Lage klar: Hier bestimmen die Bundestagsmandate die Möglichkeiten - und Grenzen. Das gilt selbstverständlich auch für den Cyberraum."

Hintergrund ist die Forderung etwa des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels, dass das Parlament auch bei Cyber-Konflikten die Zustimmung zu Einsätzen geben müsse. Von der Leyen sagte zu, dass offene rechtliche Fragen mit anderen Ressorts geklärt werden sollten.

Cyber-Kommando hat 260 Soldaten
Dem Cyber-Kommando in Bonn werden zunächst 260 Soldaten angehören. Bis 2021 sollen ihm nach und nach weitere 13.500 Soldaten und 1.500 zivile Mitarbeiter unterstellt werden. Eine ihrer Hauptaufgaben wird der Betrieb und Schutz der Bundeswehr-IT sein, die zu den größten Computernetzen in Deutschland zählt und damit staatliche wie private Hacker anzieht.

Allein in den ersten zwei Monaten 2017 seien die Bundeswehr-Rechner mehr als 280.000 Mal Ziel von Cyber-Attacken gewesen, sagte die Verteidigungsministerin.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Guter Start, aber:
Österreicher-Klub Aue beurlaubt „vorerst“ Trainer
Fußball International
Nach blutender Wunde
„Keinerlei Brüche“ - Entwarnung bei Rapids Dibon
Fußball National
Joao Felix verzaubert
Atleticos neues Juwel legt unglaubliches Solo hin
Fußball International
Bei SPÖ-Familienfest
„Ibiza-Dosenschießen“: Aktion nicht abgesprochen
Niederösterreich

Newsletter