Mi, 26. September 2018

Es blinzelt!

05.01.2017 09:50

Toyota stellt Auto mit künstlicher Intelligenz vor

Ein Fahrzeug, das dank künstlicher Intelligenz die Bedürfnisse seiner Insassen erkennt - so stellt sich Toyota das Auto der Zukunft vor. Wie es aussehen könnte, demonstrierte der Hersteller auf der Technik-Messe CES in Las Vegas mit dem "Concept-i". Auch Audi und Nvidia arbeiten künftig gemeinsam am KI-Auto.

Im "Concept-i" soll die Interaktion mit dem digitalen Assistenten "Yui" zu großen Teilen die Bedienung mit Knöpfen und Touchscreens ersetzen. Die Insassen sollen sich einfach mit der Software unterhalten, erklärte der japanische Autoriese. Zudem soll der Assistent die Bedürfnisse der Menschen erkennen und sogar voraussehen können. Visuell wird "Yui" durch einen pulsierenden Kreis in der Mittelkonsole repräsentiert.

Äußerlich greift Toyota beim "Concept-i" zu sehr futuristischem Design. Ein Display auf der Frontseite zeigt Fußgängern an, ob das Auto gerade autonom fährt oder von einem menschlichen Fahrer gesteuert wird. Genauso sollen auch nachfolgende Fahrer mit Schriftzügen in verschiedenen Farben gewarnt oder informiert werden.

Audi und Nvidia entwickeln Auto mit künstlicher Intelligenz
Toyota hatte schon auf der CES vor einem Jahr angekündigt, seine selbstfahrenden Autos mithilfe künstlicher Intelligenz steuern zu wollen. Jetzt folgte das Konzept für ein passendes Gefährt zu dieser Vision. Mit dieser steht Toyota allerdings nicht alleine da: Grafik-Spezialist Nvidia kündigte an, gemeinsam mit Audi bis 2020 ein selbstfahrendes Auto mit künstlicher Intelligenz auf die Straße bringen zu wollen.

Zugleich gab Nvidia eine Kooperation mit den deutschen Zulieferern Bosch und ZF bekannt, die den vom Grafik-Spezialisten entwickelten Auto-Computer produzieren werden. Er solle unter anderem für das autonome Fahren Sorgen. Während der Mensch lenke, trete die Software zudem als eine Art Autopilot auf und warne zum Beispiel vor potenziellen Gefahren im Verkehr, erläuterte Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang am Mittwoch.

BMW will noch heuer selbstfahrende Autos auf die Straße bringen
Es ist nicht die erste Allianz eines deutschen Autobauers mit einem Unternehmen aus der Computer-Branche: BMW arbeitet bei der Entwicklung seiner Roboterwagen mit dem Chip-Riesen Intel zusammen. Auf der CES kündigte BMW nun an, noch in der zweiten Jahreshälfte rund 40 selbstfahrende Autos zu Testzwecken auf die Straße zu bringen. Derzeit würden die Autos für ihren Einsatz vorbereitet.

Die gemeinsam entwickelte Technologie werde dieses Jahr "in weltweiten Feldversuchen unter realen Bedingungen" getestet, erklärte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Die Testphase sei "ein signifikanter Schritt" hin zur Markteinführung eines autonomen Autos, die BMW 2021 anpeilt. Die Fahrtests sollen den Angaben zufolge in Europa und den USA beginnen.

Hyundai will autonome Autos für alle
Auch der südkoreanische Autohersteller Hyundai, Nummer fünf weltweit, setzt auf selbstfahrende Auto, jedoch für die Masse. "Wir glauben an die Demokratisierung dieser Technologie", sagte der Vize-Chef des Konzerns für Nordamerika, Mike O'Brien, am Rande der Elektronikmesse CES. Das selbstfahrende Modell Ioniq sei anders als manch futuristischer Entwurf "ein normales Auto, kein Wissenschaftsprojekt". Auch der Durchschnittsverbraucher solle es sich leisten können.

In den Straßen von Las Vegas demonstriert Hyundai, was der Ioniq bereits kann: Er blinkt, wechselt die Spur, bleibt an der roten Ampel stehen und hält für Fußgänger. Hyundai nutzt wie andere Hersteller auch eine Technologie namens Lidar (light detection and ranging), eine dem Radar verwandte optische Abstands- und Geschwindigkeitsmessung. Dazu kommen Kameras. Bevor selbstfahrende Autos ganz selbstverständlich sind, müsse aber noch einiges passieren, sagte Technikchef Andre Ravinowich. "Wir sind zwar technologisch näher dran, als viele Leute glauben", doch die staatliche Regulierung und eine angepasste Infrastruktur stellten noch Hürden dar.

 krone.at
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